BERT ist da: Im Jahr 2019 stellte der Internet-Riese Google neue Funktionen des Google Assistant vor, die durch die Sprachtechnologie BERT ermöglicht werden.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der Verbesserung des Sprachverständnisses durch KI. Künftig soll der intelligente Assistent zwischen den Zeilen lesen, Namen erkennen und sich problemlos mit seinen Nutzern unterhalten können.

BERT ist die Abkürzung für Bidirectional Encoder Representations from Transformers. Im Wesentlichen dient dieses Programm dazu, innerhalb eines Satzes Wörter im Verhältnis zu anderen Wörtern zu betrachten, und sie nicht einzeln Wort nach Wort zu untersuchen. So lässt sich der gesamte Kontext von Wörtern z.B. in SEO Texten auswerten, durch die Berücksichtigung von Wörtern, die vor und nach anderen Wörtern kommen. So lässt sich die Suchintention hinter komplizierten Anfragen besser bestimmen.

Um sich diese Technologie nutzbar zu machen, investierte Google nach eigenen Angaben in aktuelle Hardware auf Basis von Cloud-TPUs (Technical Processing Units oder Tensor-Prozessoren). Das geschah, um schneller relevante Ergebnisse liefern zu können.

Google zufolge ist BERT der größte Entwicklungsfortschritt innerhalb der letzten 5 Jahre und einer der größten Fortschritte in der Geschichte der Suchmaschinen überhaupt.

Google Assistant kann Namen erkennen

Auf Smartphones ist der Google Assistant sehr beliebt, um Anrufe zu initiieren und Texte zu versenden. Per Sprachbefehl wählt der Nutzer den passenden Kontakt aus oder lässt sich eine Textnachricht vorlesen.

Kommt es jedoch zu Missverständnissen bei der Auswahl von Kontakten, kann dieses eigentlich sehr nützliche Tool schnell zum Ärgernis werden. Für diesen Fall schafft Google nun Abhilfe. Nutzer können der Sprach-KI künftig die Schreibweise und Aussprache von Namen aus der eigenen Kontaktliste beibringen. Dadurch soll der Google Assistant Anweisungen mit komplizierten Namen besser verstehen. Während des Lernprozesses werden keine Audiodateien gespeichert.

Vorerst wird die Funktionalität nur in Englisch zur Verfügung stehen. Weitere Sprachen sollen aber später hinzukommen. Insofern ist davon auszugehen, dass auch hierzulande früher oder später die Vorteile der Sprach-KI sichtbar und nutzbar werden.