Google Snippets werden von Suchmaschinen verwendet, um den Nutzern jeweils eine kurze Vorschau zu den einzelnen Suchergebnissen zu geben. Man spricht dabei meist von Google Snippets oder SERP Snippets.

SERP ist die Abkürzung für Search Engine Result Pages (auf Deutsch also etwa: Ergebnisseiten von Suchmaschinen).

Im Folgenden geht es um die verschiedenen Arten von Snippets und darum, wie man sie zur Suchmaschinenoptimierung bei SEO Texten einsetzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Google Snippet – Wie ist es aufgebaut?
  2. Hervorhebungen in einem Google Snippet
  3. Das Rich Snippet
  4. Featured Snippets
  5. Gute Snippets gestalten

Google Snippet – Wie ist es aufgebaut?

Das Google Snippet verweist auf eine Website und zeigt dabei bereits einen kleinen Ausschnitt.

Gezeigt werden dabei in aller Regel die folgenden Meta-Daten:

  • Meta Title (auf Deutsch: Meta Titel)
  • Meta Description (auf Deutsch: Meta-Beschreibung)
  • Internetadresse (URL)

Meta-Daten werden im Internet an Inhalte angehängt, damit diese von Suchmaschinen besser verarbeitet werden können.

Der Inhalt eines Google Snippets kann auf zwei Arten zusammengestellt werden:

Der Webmaster kann ihn selbst verfassen und so festlegen, wie sein Content in der Vorschau dargestellt wird.

Falls er das nicht tut, greift Google auf den Content zurück und zeigt dem Nutzer einen automatisch erstellten Kurztext an.

In der Praxis sind diese generischen Snippets oft weniger aussagekräftig. Deshalb empfiehlt es sich, die entsprechenden Einträge selbst vorzunehmen.

Außerdem gehen viele SEO-Fachleute davon aus, dass Google Websites, bei denen Metadaten hinterlegt sind, in der Liste der Suchergebnisse tendenziell höher einordnet.

Da die Snippets klein sind, kann nur eine bestimmte Anzahl von Zeichen dargestellt werden. Beim Meta Title sind es 59 Zeichen, bei der Meta Description 145 Zeichen. Alles, was darüber hinausgeht, wird in der Vorschau-Ansicht nicht angezeigt.

Man sollte das beim Schreiben der Snipbpet-Inhalte beachten, damit die Texte nicht unvollständig dargestellt werden. Aber auch dann, wenn man sich an die Vorgaben von Google hält, ist nicht sichergestellt, dass alles korrekt abgebildet wird. Abhängig von der Suchanfrage zeigt Google unter Umständen trotzdem ein anderes, selbst erstelltes Snippet.

Hervorhebungen in einem Google Snippet

Sind in einem Google Snippet das Hauptkeyword oder andere Keywords enthalten, werden sie von Google fett dargestellt. Das wird oft Keywords in Context (KWIC) genannt. Es soll dem Nutzer die Orientierung erleichtern und dadurch das Nutzererlebnis (User Experience) verbessern.

Die Hervorhebung der Keywords bringt denjenigen Websites einen Vorteil, die Keywords in ihren Google Snippets haben (nämlich in der Meta Description). Denn ein Snippet, das deutlich sichtbar die gesuchten Keywords enthält, wird in der Regel häufiger angeklickt.

So gesehen gehört auch das Verfassen von Google Snippets durch den Webmaster mit zur Suchmaschinenoptimierung. Die Meta Description hat dabei allerdings bisher noch keinen direkten Einfluss auf das Ranking der dazugehörigen Website.

Das Rich Snippet

Neben Google Snippets mit den genannten drei Grundbestandteilen gibt es noch andere Arten von Snippets. Diese können noch verschiedene andere Elemente enthalten, beispielsweise Bewertungssterne, Bilder, Videos, Links, Preisinformationen oder Veranstaltungsdaten. Manche Websites verwenden auch ein sogenanntes Fresh-Tag – eine Art Datum-Stempel, der dem Nutzer zeigt, wie aktuell die Inhalte dieser Website sind.

Ein Snippet mit solchen Inhalten heißt Rich Snippet. Durch ein HTML-Markup im Quellcode der entsprechenden Website wird Google mitgeteilt, wie das Rich Snippet dargestellt werden soll. Google unterstützt dabei die folgenden Markups:

  • Organisationen
  • Veranstaltungen
  • Musik
  • Rezepte
  • Eventdaten
  • Bewertungen
  • Produkte
  • Preise

Google bietet den Service Rich Snippet Testing Tool an.

Damit lässt sich sehr einfach prüfen, ob ein Rich Snippet alle technischen Anforderungen erfüllt und in den Google-Suchergebnisse dargestellt werden kann.

Wenn zusätzlich die Website in der Google Search Console hinterlegt ist, zeigt das Tool auch an, ob strukturierte Daten korrekt ausgezeichnet sind.

Außerdem enthält die Google Search Console den sogenannten Data-Highlighter.

Damit lassen sich strukturierte Daten direkt über das Frontend einer Website ändern.

Es gibt allerdings auch bei Rich Snippets keine Garantie dafür, dass Google diese immer korrekt in den Suchergebnissen darstellt.

Vorteile von Rich Snippets

Rich Snippets haben mehrere Vorteile. Sie sind zum Beispiel gut geeignet, Aufmerksamkeit zu erregen. Verglichen mit den normalen Google Snippets sind sie visuell deutlich auffälliger. Das kann sich in einer höheren Click-trough-Rate auszahlen (was wiederum die Suchmaschinen belohnen).

Auch können Nutzer bei einem Rich Snippet schneller und besser einschätzen, was ihn auf der Website erwartet und ob diese zu seiner Suchanfrage passt.

Durch Elemente wie Bewertungen, Fotos und Preisinformationen sollen die Nutzer außerdem möglichst schnell Vertrauen (Trust) zu den vorgeschlagenen Websites aufbauen.

Google bietet zusätzlich noch die sogenannten Featured Snippets an. Das Besondere an ihnen ist, dass sie oberhalb der übrigen Suchergebnisse in einem eigenen Bereich dargestellt werden.

Meist werden sie bei denjenigen Suchanfragen verwendet, die als Antwort eine Definition oder einen ganzen Satz erfordern.

Die Nutzer müssen also die vorgeschlagenen Websites oft nicht einmal mehr aufrufen. Dieser Service wird von Google ständig weiter ausgebaut.

Um ein Featured Snippet zu erstellen, greift der Google-Algorithmus auf den Inhalt der jeweiligen Website zurück.

Featured Snippets sind nicht dasselbe wie die Google OneBox oder der Google Knowledge Graph. Auch hier werden verschiedene Informationen als Vorschau dargestellt, etwa zu Bands, Künstlern oder einem einzelnen Sachverhalt.

Gute Snippets gestalten

Um mithilfe der Google Snippets höhere Besucherzahlen zu bekommen, empfiehlt es sich, vor allem an die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer zu denken, anstatt die Anforderungen von Google in den Mittelpunkt zu stellen.

Ein Snippet bringt hohe Klickzahlen, wenn es nutzerorientiert ist und sich außerdem vom Wettbewerb abhebt.
Das Folgende kann bei der Gestaltung von Snippets als Orientierungshilfe dienen:

  • keine reinen Aneinanderreihungen von Keywords
  • Die Meta Description dient als Teaser für die Inhalte auf der Website.
  • Besonders der Meta Title sollte zum Klicken anregen.
  • Neben den Angeboten können noch weitere Informationen von Interesse sein – etwa Liefergebiete, Lieferkosten, Rabattaktionen, Preise etc.