Local SEO – Wenn der Standort die Suchergebnisse beeinflusst.

Lokale Suchmaschinenoptimierung wurde ab 2007 von Google schrittweise eingeführt und kommt im Wesentlichen kleinen, lokalen Unternehmen zugute. In Deutschland haben allerdings viele Firmen dieses Thema bisher noch zu wenig beachtet.

Tatsächlich ist Local SEO jedoch extrem wichtig, um das eigene Geschäft vor Ort bekannter zu machen und den Gewinn zu steigern.

In diesem Beitrag erfährst du alles Wesentliche dazu.

Inhaltsverzeichnis Local SEO

  1. Local SEO – Was ist das?
  2. Lokale Suche – Wie wichtig ist SEO hierbei?
  3. Local SEO – Welche Unternehmen brauchen es?
  4. NAP (Name, Adresse, Telefonnummer)
  5. Strukturierte Daten (Schema.org)
  6. Local SEO – Was sind die Rankingfaktoren?
  7. Keyword Recherche
  8. Nähe zum (gesuchten) Standort
  9. Local SEO mit Google My Business
  10. Bewertungen und Local SEO
  11. Local SEO und Social Media
  12. Local Citation
  13. OnPage SEO mit Local SEO
  14. Local SEO – Checklist

Local SEO – Was ist das?

Local SEO – also: lokale Suchmaschinenoptimierung – meint alles, was die eigene Website in den lokalen Suchergebnissen einer Suchmaschine möglichst weit nach oben bringt. Denn Suchmaschinen haben meist nicht nur einen einzigen Index, sondern gleich mehrere: Für Websites, Videos, News, Bilder – und eben auch für Lokales.

Für den einzelnen Index sind teilweise sehr unterschiedliche Rankingfaktoren ausschlaggebend.

Lokale Suche – Wie wichtig ist SEO hierbei?

Lokale Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung der lokalen Suche von Google. Darum ist die Rivalität um den ersten Platz in den lokalen Suchergebnissen heute schon wesentlich härter als noch vor ein oder zwei Jahren. Durch Mitarbeiter von Google selbst ist inzwischen bekannt:

Rund ein Drittel aller Suchanfragen bei Google haben einen lokale Bezug.

Im Grunde ist das gar nicht so überraschend. Denn auch dann, wenn man bewusst und von Anfang an etwas in der näheren Umgebung sucht, führt der Weg häufig über Google. Deshalb ist Google inzwischen auch für kleine, lokale Unternehmen ein wesentlicher Baustein ihres Marketings:

Je besser ein Unternehmen sich in den Suchergebnissen platzieren kann, desto mehr potenzielle Neukunden besuchen die Website.

Local SEO – Welche Unternehmen brauchen es?

Local SEO ist für jedes Unternehmen wichtig, das seinen Kundenstamm oder die ansässigen Verbraucher vor Ort betreut. Die Größe des Unternehmens spielt dabei letztlich keine Rolle.

Wettbewerbsvorteil durch Local SEO

Sobald es eine physische Niederlassung gibt, die von Kunden aufgesucht werden sollte, lohnt es sich, lokale Suchmaschinenoptimierung zu betreiben!

Wer noch Zweifel hat, ob er hier Geld und Zeit investieren will, sollte sich bewusst machen, dass die Konkurrenz es vermutlich bereits schon seit Längerem tut!

Außerdem: Selbst, falls sie es nicht tut, wäre auch das ein Grund dafür, sofort mit Local SEO zu beginnen. Schließlich könnte man damit einen Wettbewerbsvorteil erhalten.

Der ROPO-Effekt

Die klassische Idee bei lokalen Geschäften sah früher ja einmal so aus, dass der überwiegende Teil offline passiert. Das heißt: Menschen laufen auf der Straße am Schaufenster des Ladens vorbei, sehen Auslegeware oder Schilder, gehen spontan in den Laden und kaufen etwas.

Das läuft aber heute meist ganz anders ab. Google selbst hat schon 2014 eine Studie dazu in Auftrag gegeben.

Ergebnis war unter anderem, dass 80 % der Kunden das Internet nutzen, um sich vorab über lokale Einkaufsmöglichkeiten zu informieren. Meist wird nach einer solchen Suchanfrage auch tatsächlich ein Geschäft aufgesucht und etwas gekauft.

Hier zeigt sich also:

Eine strenge Trennung von Online- und Offlinegeschäft hat heute für die meisten lokalen Händler keinerlei Sinn mehr!

Die Entwicklung hin zu einer „zweigleisigen“ Vorgehensweise, bei der man online recherchiert, um danach offline und vor Ort einzukaufen, nennt man übrigens den ROPO-Effekt. Die Abkürzung steht für „Research online, purchase offline“. Man kann davon ausgehen, dass sich dieser Effekt seit der Studie durch Google noch deutlich verstärkt hat und es in Zukunft weiter tun wird.

Name, Adresse, Telefonnummer (NAP)

Zu Local SEO gehört auch immer die Optimierung von Name, Adresse und Telefonnummer (Phone Number) = kurz NAP!

Diese Angaben tauchen an mehreren Stellen auf und sollten überall identisch sein:

  • Firmen-Website
  • Google my Business“-Seite (früher: Google Places)
  • Social Media-Kanäle
  • Einträge in Branchenverzeichnisse („Citations“)

Auch darüber hinaus muss Verschiedenes beachtet werden:

Name

  • Vollständigen Firmennamen angeben
  • Idealerweise auch kurz und stichwortartig über die Art der Produkte oder Dienstleistungen informieren

Adresse

Falls mehrere Websites, Microsites oder Social Media-Kanäle existieren, muss unbedingt überall dieselbe Adresse angegeben werden.

Telefonnummer (Phone Number)

Bei jeder Nennung sollte die Telefonnummer auf dieselbe Weise geschrieben sein. Außerdem unbedingt eine offizielle Norm verwenden (E.123, DIN 5008, Microsoft oder RFC 3966).

Nicht zu empfehlen ist die verbreitete, aber sehr unpraktische Form: +49 (0)40 12345-67

Strukturierte Daten (Schema.org)

Mit Schema.org haben mehrere große Suchmaschinenbetreiber (Google, Microsoft, Yahoo) ein Projekt gestartet, mit dem Suchanfragen in Zukunft noch besser beantwortet werden sollen. Die Grundidee ist, dass wichtige Basisinformationen, für die sich der Nutzer in der Regel interessiert, in den Quellcode der Website eingeschrieben werden.

Das hat den Vorteil, dass die Suchmaschine diese Basisinformationen auslesen und dem Nutzer in kompakter Form präsentieren können. Gleichzeitig können sie die gesamte Website jeweils besser erfassen und einer Suchanfrage zuordnen.

Es ist oft ein Rankingfaktor, ob diese strukturierten Daten gemäß Schema.org eingeschrieben wurden oder nicht. Allerdings ist das nicht mit jedem Content Management System (CMS) möglich. Es empfiehlt sich deswegen, abzuwägen, ob der Aufwand genug Vorteile bringt.

Local SEO – Was sind die Rankingfaktoren?

Bei lokalen Suchen zeigt Google auch das sogenannte Local Pack an. Das ist ein kleiner Kasten direkt zu Beginn der SERPs. Für gewöhnlich enthält er drei örtliche Unternehmen, die zu der Suchanfrage des Nutzers passen.

Im Local Pack aufzutauchen, bedeutet erhöhte Sichtbarkeit und ist deshalb für jedes Unternehmen erstrebenswert.

Wie gut eine Website in den SERPs bzw. im Local Pack platziert wird, hängt von den Rankingfaktoren ab. Das sind bei Local SEO zunächst einmal dieselben, die auch bei der „normalen“ Suchmaschinenoptimierung relevant sind. Allerdings liegen die Schwerpunkte hierbei teilweise etwas anders.

Der amerikanischen Tool-Anbieter MOZ hat im Jahr 2018 bei einer Befragung diverse Spezialisten für Local SEO interviewt. Dabei wurden die folgenden Rankingfaktoren besonders hervorgehoben:

Personalisierung

Personalisierte Inhalte bei Google: Hierunter fällt alles, was die Website individuell macht und sie an die Philosophie und „Persönlichkeit“ eines Unternehmens anpasst.

Review Signals

Bewertungen des Unternehmens: Ehrliche Bewertungen von echten Menschen gelten sowohl Nutzern als auch Google als solide Grundlage, um ein Unternehmen einzustufen. Nutzern vertrauen der Einschätzung anderer Menschen – sogar dann, wenn sie diese nicht persönlich kennen.

Wie man an gute Bewertungen kommt? Manchmal gar nicht so leicht – aber was ganz sich eine Rolle spielt: Gute SEO Texte. Oder allgemeiner: Guter Content!

Social Signals

Signale über die sozialen Medien (Social Media): Das Potenzial von Social Media Marketing ist längst bekannt. Wer hier ausreichend Zeit und Mühe investiert und mit den Nutzern angemessen interagiert, kann seine Bekanntheit mithilfe der Sozialen Medien deutlich erhöhen.

Bevavioral Signals / Mobile Signals

Signale über das Verhalten der Nutzer, auch an mobilen Endgeräten: Die Nutzung über mobile Endgeräte ist für Google insgesamt bereits äußerst wichtig („Mobile first!“). Auf Local SEO trifft das sogar noch stärker zu.

Schließlich ist die Ausgangssituation oft die, dass jemand in einem Gebiet unterwegs ist und auf dem Smartphone zeitgleich nach einem bestimmten Geschäft oder ähnlichem sucht.

Google My Business Signals

Signale auf Google My Business: Wer mit Local SEO erfolgreich sein will, kommt an der Plattform des Suchmaschinen-Riesen kaum vorbei. Google My Business wird in einem späteren Kapitel noch genauer behandelt.

Citation Signals

Nennungen auf externen Websites: Hierbei geht es beispielsweise darum, ob die NAP-Angaben immer einheitlich sind oder wie viele andere Websites den Content dieser Website zitieren.

Link Signals

Lokale Backlinks: Genau wie bei „gewöhnlicher“ Suchmaschinenoptimierung hängt auch bei Local SEO der Erfolg einer Website maßgeblich davon ab, ob sie ein Netzwerk aus soliden Links vorweisen kann.

OnPage Signals

Signale auf der eigenen Website: Gemeint sind Fragen wie: Wie oft sind die NAP-Angaben auf der Website zu finden? Wie viel „Autorität“ hat die Domain? Sind in den Überschriften Keywords enthalten?

Gewichtung der Rankingfaktoren

Diese 8 Bereiche waren laut MOZ im Jahr 2018 folgendermaßen gewichtet:

  • Personalisierung: 7,32 % (5,88 % für Local Pack)
  • Review Signals: 6,47 % (15,44 % für Local Pack)
  • Social Signals: 3,47 % (2,82 % für Local Pack)
  • Behavioral Signals / Mobile Signals: 11,5 % (9,56 % für Local Pack)
  • Google My Business Signals: 8,85 % (25,12 % für Local Pack)
  • Citation Signals: 8,41 % (10,82 % für Local Pack)
  • Link Signals: 27,94 (16,53 % für Local Pack)
  • OnPage Signals: 26,03 % (13,82 % für Local Pack)

Keyword Recherche

Local SEO mag speziell sein, aber es bleibt eine Form von Suchmaschinenoptimierung. Das heißt:

Auch bei Local SEO geht nichts ohne Keywords!

Damit stellt sich natürlich wieder die Frage nach der richtigen Keyword Recherche. Grundsätzlich gilt: Man kann zunächst einmal dieselben Keyword Tools nutzen wie bei „normalem“ SEO.

Aber natürlich sollten auch diejenigen Wörter, die den lokalen Bezug anzeigen, oft genug eingebracht werden. Bei der lokalen Suche folgen die Suchanfragen meist einem sehr klaren Muster:

  • Firmentyp + Ort
  • Leistung + Ort
  • Produkt + Ort

Nähe zum (gesuchten) Standort

Hier geht es darum, wie nahe die eigene Filiale zum einzelnen Nutzer ist, der gerade eine lokale Suchanfrage stellt. Natürlich lässt sich das kaum optimieren – es sei denn, man kann die Filiale verlegen.

Zunächst einmal kann man allgemein sagen: Je näher eine Filiale im Zentrume einer Stadt o. Ä. liegt, desto besser in der Regel. Die Filiale sollte möglichst leicht zu erreichen und in die Infrastruktur eingebunden sein. Firmen, die am Rand von Städten niedergelassen sind, haben es da oft schwerer.

Es jedoch auch sehr stark auf die Branche an. Falls klar ist, dass die eigene Zielgruppe nicht zentral, sondern in einem anderen Gebiet angesiedelt ist, kann es durchaus sinnvoll sein, den eigenen Standort dorthin zu verlegen.

Außerdem wird die Wahl des Standorts auch von andere Faktoren beeinflusst (Mietpreise, Verkehrsanbindung usw.).

Local SEO mit Google My Business

Warum braucht man Google My Business für Local SEO? Google My Business ist unter anderem verknüpft mit Google Street View und Google Maps. Ein Account bei Google My Business ist für Local SEO sehr wichtig. Denn Google greift auf diese Accounts zurück, um das Ranking bei lokalen Suchanfragen festzulegen.

Außerdem werden Inhalte des Accounts – etwa Fotos, Bewertungen oder Öffnungszeiten – zusätzlich zu den Suchergebnissen eingeblendet (rechts daneben).

Als lokales Unternehmen sollte man deshalb unbedingt einen Account bei Google My Business haben und regelmäßig aktualisieren.

Wie erstellt man einen Account?

Zunächst einmal braucht man ein GoogleKonto, um einen solchen Account zu erstellen.

Google-Konto

Wenn man sich dann in diesem Konto einloggt, kann man hier fortfahren: Nach einem Klick auf „Unternehmen eintragen“ wählt man entweder das eigene Unternehmen aus den Google SERPs aus oder – falls das Unternehmen Google noch nicht bekannt war – fügt es selbst hinzu (Button: „Unternehmen hinzufügen“). Es ist sehr wichtig, hier von Anfang an alle Angaben korrekt und gründlich zu machen:

  • Name, Adresse, Telefonnummer korrekt angeben (NAP beachten! Siehe oben)
  • Primäre Kategorie auswählen (hier unbedingt das Richtige auswählen, denn Google wird später bei Suchanfragen auf diese Angabe zurückgreifen!)
  • Weitere Kategorien auswählen (bis zu 9 sind möglich. Das sollte auch ausgeschöpft werden, da man Google so möglichst exakt mitteilen kann, was das eigene Unternehmen tut)

Unternehmensbeschreibung

Sehr wichtig ist auch die Unternehmensbeschreibung: Hier soll ein Text von 100 – 130 Wörtern verfasst werden. Inhalt und Formulierungen sorgfältig wählen. Der Text soll Google möglichst viel Orientierung geben und Nutzer überzeugen. Anschließend mit der Website und der eigenen E-Mail-Adresse verlinken.

Fotos

Profilfoto, Logo und weitere Fotos können dem Google My Business-Account hinzugefügt werden. Hiervorn unbedingt Gebrauch machen, da ja der Account für Nutzer möglichst ansprechend sein soll. Fotos und Logos in guter Qualität verwenden und passende Motive auswählen.

Einzugsgebiet

Sofern du auch Dienstleistungen außerhalb der Filiale erbringst (zum Beispiel Lieferungen), sollte der Nutzer unbedingt das Einzugsgebiet sowie die Bedingungen (etwa: Lieferzeiten und -gebühren) kennen. Google greift später auf diese Informationen zurück.

Öffnungszeiten

Hier unbedingt die Öffnungszeiten eintragen, damit der Nutzer auf einen Blick sieht, ob dein Unternehmen zum fraglichen Zeitpunkt überhaupt geöffnet ist.

Local SEO und Bewertungen

Für Local SEO spielen Bewertungen eine wichtige Rolle. Warum?

  • Durch Bewertungen erhältst du direktes Feedback von deinen Kunden. Gerade Beschwerden können wichtige Informationen enthalten. Versuche, herauszufinden, was du besser machen kannst!
  • Zu viele negative Bewertungen wirken sich natürlich schlecht auf das Ranking deiner Website aus und müssen unbedingt vermieden werden.
  • Wenn allerdings zumindest ein paar Bewertungen mittelmäßig oder sogar negativ sind, wird das von Google als Beweis dafür verstanden, dass die Bewertungen insgesamt authentisch sind.
  • Nutzer empfinden es oft als sehr hilfreich, zu sehen, wie andere Kunden vor Ihnen ein Unternehmen bewertet haben.
  • Sobald mindestens 6 Bewertungen vorhanden sind, zeigt Google einen Durchschnitt in Form von Sternen im Google Snippet an. Das bringt zusätzliche Aufmerksamkeit und kann sich zu deinen Gunsten auswirken (abhängig davon, wie der Durchschnitt der Bewertungen lautet).

Bewertungsplattformen

Im Internet existiert eine sehr große Anzahl unterschiedlicher Bewertungsplattformen. Hier einige Beispiele, die für Local SEO oft relevant sind:

  • KennstDuEinen
  • golocal
  • Ciao (für einzelne Produkte)
  • Yelp
  • Pointoo
  • Google My Business

Darüber hinaus gibt es auch noch viele branchenspezifische Plattformen, beispielsweise für Hotels, Arbeitgeber, Ärzte usw. Nicht in jeder Branche sind dieselben Portale wichtig.

In manchen Branchen sind Internetbewertungen auch insgesamt weniger wichtig. Es wichtig, die eigene Zielgruppe gut zu kennen und zu wissen, ob sie internet-affin ist.

Sofern es für die eigene Branche spezielle Bewertungsplattformen gibt, sollte man sein Unternehmen dort unbedingt anmelden!

Der richtige Umgang mit Bewertungen

Grundsätzlich lässt sich zum Thema Bewertungen noch sagen:

  • Gute Bewertungen verbessern das Ranking einer Website.
  • Je mehr Bewertungen, desto besser. Nutzer haben mehr Vertrauen, wenn sie sehen, dass eine gute Durchschnittsbewertung sich aus einer großen Gesamtzahl an Bewertungen ergibt.
  • Es ist immer gut, wenn die Bewertungen einigermaßen regelmäßig kommen und die letzte möglichst noch nicht zu alt ist. Das vermittelt Aktualität.
  • Du kannst auch selbst aktiv werden und beispielsweise Stammkunden um Bewertungen bitten. Da sie Stammkunden sind, ist davon auszugehen, dass ihre Bewertungen insgesamt positiv ausfallen werden.
  • Achtung! Es ist rechtlich nicht zulässig, Kunden für ihre Bewertungen zu belohnen!
  • Negative Bewertungen am besten souverän annehmen und die wichtigsten Informationen herausfiltern (siehe oben).

Local Citation

Beim Thema Local Citation geht es im Verzeichniseinträge. Zwar haben dank Google & Co die traditionellen Verzeichnisse (etwa die gelben Seiten) nicht mehr dieselbe Bedeutung wie früher, aber:

Es lohnt sich auch heute noch, sich in Branchenverzeichnisse einzutragen.

Google wertet einen Eintrag im Branchenverzeichnis als Zeichen für die Bekanntheit des Unternehmens. Dabei macht es keinen Unterscheid aus Sicht der Suchmaschine, ob es ein kostenloser Standard-Eintrag ist oder ein erweiterter Eintrag, für den Geld bezahlt wurde.

Local Citation meint die Erwähnung von Firmen im Internet samt ihrer lokalen Daten (NAP).

Für Local SEO sind Einträge in thematischen Branchenverzeichnissen enorm von Bedeutung!

Ein paar Beispiele für lokale Branchenverzeichnisse

  • goyellow.de
  • klicktel.de
  • cylex.com
  • kennstdueinen.de
  • city-map.de
  • hotfrog.de
  • 11880.de
  • way2business.de
  • pointoo.de
  • branchen-info.net
  • yellowmap.de
  • stadtbranchenbuch.com
  • golocal.de
  • Apple Maps
  • gelbeseiten.de
  • dasoertliche.de
  • meinestadt.de
  • yelp.de

Thematische Branchenverzeichnisse

Trage dein Unternehmen nicht nur in allgemeine Verzeichnisse ein, sondern recherchiere auch Verzeichnisse, die spezielle für deine Branche gedacht sind. Hier besteht ein thematischer Bezug zu deinen Produkten oder Dienstleistungen. Google wertet auch solche Einträge als ein Anzeichen für Bekanntheit.

Oft betreiben die Bewertungsportale ihrerseits wiederum Suchmaschinenoptimierung und konkurrieren untereinander um gute Rankings. Finde deshalb heraus, welche Plattformen zu deinem Unternehmen passen und zugleich von Google weit nach oben gesetzt werden – und trage dich dort ein!

Bestehende Einträge prüfen

Wenn schon Einträge vorhanden sind, solltest du regelmäßig sichergehen, dass die NAP-Infos überall einheitlich und aktuell sind. Tipp: Solche Einträge kannst du schnell finden, indem du die Phrasensuche bei Google nutzt (Firmennamen in Anführungszeichen setzen).

Wenn es viele solcher Einträge gibt, lohnt es sich vielleicht, eine Liste anzulegen. Darin wird dann einfach jeweils ein Link zu einem Eintrag gespeichert. Mit ein paar kurzen Notizen kannst du so schnell einen Überblick darüber gewinnen und behalten, ob alle Einträge korrekt und aktuell sind.

Solltest du auf einen Eintrag keinen Zugriff haben, ihn also nicht ändern können, dann wende dich an den Betreiber. Dass die Angaben überall einheitlich sind, ist wichtig, weil es die Außenwirkung deines Unternehmens stark beeinflusst.

Apple Maps

In Deutschland ist Apple Maps seit 2015 verfügbar. Da iPhone, iPad & Co durchaus verbreitet sind, ist es sinnvoll, das eigene Unternehmen auch hier einzutragen. Die Registrierung ist einfach und dein Firmenprofil ist in wenigen Minuten verfügbar.
Um einen Firmeneintrag zu erstellen, melde dich hier mit deiner Apple-ID und deinem Passwort an.

Bing places for business

Microsofts Antwort auf Google My Business ist bing locations for business. Hier können sich ebenfalls Unternehmen eintragen, einen bestehenden Eintrag ändern oder weitere Informationen hinzufügen.

Mobile Endgeräte

Gerade für Local SEO ist die Nutzerfreundlichkeit für mobile Endgeräte extrem wichtig. Wenn wir ein Café, ein nahegelegenes Einzelhandelsgeschäft oder ein Schuhgeschäft finden wollen, können wir die Suche mit dem Smartphone starten. Für denjenigen, der sich bereits vor Ort befindet, ist Local SEO entscheidend. Denn es geht ja in diesem Moment nicht um Geschäfte auf der ganzen Welt, sondern um solche, die in der unmittelbaren Umgebung vorhanden sind.

Ob eine Website für mobile Endgeräte optimiert ist oder nicht, wird von Google erkannt und fließt ebenfalls mit in das Ranking ein.

Es gibt zahlreiche Tools und Services, die dabei helfen, die eigene Internetpräsenz mobiltauglich zu machen.

Local SEO und Social Media

Auch im Fall von Local SEO gilt: Social Media zahlt sich vielfach aus. Aktivität in den Sozialen Netzwerke können das Ranking deines Unternehmens verbessern.

Bedeutung für Local SEO

Selbst ohne eigene Social Media-Profile gibt es Möglichkeiten, Beiträge von Nutzern auf der Website einzubinden. Solche Beiträge können für Google eine große Rolle spielen – es kann sich lohnen, Nutzer gezielt dazu zu animieren („Call to Action“).

Eigene Social Media-Profile

Ein eigenes Profil ist eine gute Möglichkeit, dem eigenen Unternehmen ein besseres Ranking zu verschaffen. Eins ist dabei jedoch ganz wichtig:

Wenn das Social Media-Profil nur Mittel zum Zweck ist, um in Sachen Local SEO besser abzuschneiden, wird Google das durchschauen.

Heißt einfach nur: Ein Social Media-Profil muss so geführt werden, als wäre es ein gutes Stück weit auch Selbstzweck (selbst falls dem nicht so ist). Social Media hat sehr viel Potenzial für SEO, aber es erfordert einiges Engagement, Interaktion mit den Nutzern, regelmäßig neuen Content usw.

GEO-Tagging als soziales Signal

Beiträge in den Sozialen Medien können gut mit den Standortinformationen eines Unternehmens verknüpft werden. Dazu benötigt man zunächst ein Unternehmensprofil auf der jeweiligen Social Media-Plattform (siehe oben).

Die Inhalte dort können dann via GEO-Tagging mit einer Koordinate versehen werden. Digitale Karten (zum Beispiel Google Maps, Google Earth) präsentieren die Inhalte dann an der richtigen Position.

Auch die Videoplattform Youtube kann mit solchen Tags versehen werden. Hier lassen sich beispielsweise kurze Imagefilme hochladen. Über den GEO-Tag werden alle wesentlichen Daten (NAP) mit den Videos verbunden und den Zuschauern zugänglich gemacht.

Local SEO – OnPage SEO

OnPage SEO – also die Optimierung der eigenen Website für Suchmaschinen – sieht im Falle von Local SEO ein klein wenig anders aus als sonst:

Der lokale Bezug ist ja das, worum es im Kern geht. Also sollte bei der Gestaltung der Website dieser Bezug immer präsent ist.

Hier ein paar kurze Tipps, wie das aussehen kann:

  • Sofern der Domain-Name noch nicht feststeht: Es ist immer gut, wenn Ort, Branche oder Unternehmensname enthalten sind. Das wird sich positiv auf das Ranking aus.
  • Unbedingt die schon erwähnten NAP-Angaben konsistent halten und leicht auffindbar platzieren. Falls es nur einen Standort gibt, können sie beispielsweise im Footer jeder Unterseite untergebracht werden.
  • Die Hauptüberschrift (h1) der Website muss Folgendes beinhalten: Unternehmensname, Standort und Hauptkeyword
  • Der Title Tag muss Folgendes beinhalten: Unternehmensname, Standort (eventuell noch Stadtteil) und Hauptkeyword. Bei den Unterseiten den Title Tag jeweils dem Thema anpassen.
  • Die Meta Description der Startseite sollte dein Unternehmen beschreiben. Die Meta Descriptions der Unterseiten sollten jeweils über den Inhalt der Seiten informieren.
  • Verfasse eine gute Anfahrtbeschreibung mit Bezug zu lokalen Gegebenheiten. Statistisch gesehen ist die Anfahrtsbeschreibung ein sehr gefragter Eintrag.
  • Bringe lokale Inhalte in deine Website ein. Das scheint bei Local SEO eine Selbstverständlichkeit – in der Praxis ist es das aber oft nicht! Zeige den Nutzern und Google, dass du ortskundig und lokal aktiv bist.
  • Wie immer bei SEO gilt auch hier: Hochwertigen Content bereitstellen, der einzigartig ist und einen Mehrwert bietet (beispielsweise detaillierte Produktinformationen, 3-D-Ansichten, 360°-Kamerafahrten)
  • Lege einen Blog an, der inhaltlich mit deinem Unternehmen in Zusammenhang steht. Auch das kann das Ranking verbessern. Mach dir nur immer bewusst, dass du nicht privat bloggst (Stichwort: Corporate Blogging).

Local SEO – Checklist

  • Kunden um Bewertungen bitten
  • schlechte Bewertungen als Chance verstehen, Informationen entnehmen
  • Keywords richtig einsetzen
  • Ansprechende Fotos, Logos usw. einsetzen
  • Alle Internetpräsenzen stets aktuell halten
  • NAP überall einbringen, konsisten und aktuell halten
  • Einheitlichkeit in allen Kanälen gewährleisten
  • Verzeichniseinträge anlegen, alte Einträge prüfen
  • Social Media-Kanäle starten
  • Blog starten

Google My Business

  • Kategorien sinnvoll wählen (maximale Anzahl ausschöpfen)
  • NAP-Daten korrekt angeben
  • Titel muss den Ort enthalten
  • Ansprechende Bilder von Unternehmen und näherer Umgebung einsetzen