Meta Description (auf Deutsch: Meta-Beschreibung) gehört zu den sogenannten Metadaten einer Website. Mit Metadaten kann ein Webmaster kurz über den Inhalt seiner Website Auskunft geben.

Wenn eine Website in den Suchergebnissen (SERPs) als Google Snippet zu sehen ist, wird dabei fast immer auch diese Kurzbeschreibung angezeigt.

Seit Meta Descriptions eingeführt wurden, haben sie nicht mehr an Bedeutung verloren! Im Folgenden gibt es alle relevanten Informationen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Meta Description und SEO
  2. Wozu Meta Description
  3. Gute Meta Descriptions verfassen (inklusive Tipps)
  4. Die optimale Länge für mobile Endgeräte
  5. Erfolgs-Auswertung
  6. Die frühere Rolle von Webverzeichnissen

Meta Description und SEO

Anfang der 2000er-Jahre hatte es Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking einer Website, wie häufig das jeweilige Keyword in der Kurzbeschreibung enthalten war. Natürlich füllten sich deshalb die Meta Descriptions und SEO Texte mit immer mehr Keywords. Das Ergebnis waren häufig Nonsense und Spam.

2009 änderte der Suchmaschinen-Gigant Google schließlich seine Kriterien für Ranking. Seitdem hat die Keyword-Dichte in der Kurzbeschreibung keinen nennenswerten Einfluss mehr auf die Listenplatzierung der Website.

Deshalb ist es streng genommen falsch, wenn das Schreiben einer Meta Description heute noch als Suchmaschinenoptimierung (SEO) bezeichnet wird. Auf das Ranking einer Website haben Inhalt und Gestaltung der Meta Description heute allenfalls noch indirekt einen Einfluss.

Wozu Meta Description?

Obwohl Meta Descriptions das Ranking nicht mehr direkt beeinflussen, sind sie trotzdem immer noch sehr wichtig für eine Website!

Denn auch weiterhin sind die Metadaten das erste, was der Nutzer nach Eingabe seiner Suchanfrage sieht.

Es ist entscheidend für den Erfolg einer Website, dass sie an diesem Punkt die Aufmerksamkeit des Nutzers bekommt und sein Interesse weckt. Die Meta Description sollte deshalb keinesfalls nachlässig gestaltet werden.

Falls vom Webmaster nichts hinterlegt wurde, erstellt Google im automatisierten Verfahren eine eigene Kurzbeschreibung.

Dabei wird oft auf den Inhalt der Website zurückgegriffen (zum Beispiel auf die Ankertexte). Teilweise dienen auch noch andere Internetseiten als Quellen, die auf diese Website verweisen.

Doch Googles generische Kurzbeschreibungen sind oft weniger aussagekräftig. Der Webmaster sollte deshalb unbedingt selbst einen Text hinterlegen.

Anders als vor 20 Jahren sind Meta Descriptions heute in erster Linie für Traffic und ClickThroughRate (CTR) einer Website wichtig. Doch auch beim Ranking spielen sie weiterhin eine Rolle – wenn auch nur noch indirekt.

Google ermittelt nämlich die Relevanz einer Website unter anderem anhand der Click-Through-Rate. Unterm Strich bedeutet das:

Eine gute Meta Description kann – über den Umweg der Click-Through-Rate – auch heute noch das Ranking verbessern.

Gute Meta Descriptions verfassen (inklusive Tipps)

Eine Meta Description kann maximal 175 Zeichen lang sein (Leerzeichen eingerechnet). Doch es ist ratsam, sich auf 150 Zeichen zu beschränken.

Denn nur dann ist sicher, dass in jeder Darstellung der komplette Text zu sehen ist.

Bei 175 Zeichen kommt es manchmal vor, dass die letzten 25 Zeichen ausgeblendet werden. In einem solchen Fall zeigen drei Punkte an, dass die Meta Description eigentlich noch mehr Text umfasst.

Was nicht vollständig lesbar ist, hat eine deutlich geringere Wirkung auf die Nutzer.

Meta Descriptions sollten deshalb grundsätzlich nur 150 Zeichen umfassen.

So kann ausgeschlossen werden, dass Google den Text kürzt.

Viele Tools enthalten einen Snippet Generator, der eine Vorschau bietet. Das macht es leichter, sich vorzustellen, wie die Metadaten in den Suchergebnissen (SERPs) aussehen würde.

8 Tipps für gute Meta Descriptions

Die folgenden Tipps können beim Schreiben helfen:

  1. Kurz und prägnant! Die Kunst besteht darin, mit einem Minimum an Text das Wichtigste vollständig und eindeutig mitzuteilen. Grundsätzlich sind zwei, drei kurze Sätze sinnvoller als ein sehr langer. Nutzer lesen eine Kurzbeschreibung, um möglichst schnell herauszufinden, ob die Website zu ihrer Suchintention passt.
  2. Thema, bitte! Immer ohne Umschweife das Thema der Website auf den Punkt bringen!
  3. Call-to-Action! Meta Descriptions enden idealerweise mit einer Handlungsaufforderung. Schließlich soll der Nutzer die Website auch anklicken.
  4. Keywords sind Pflicht! Das Hauptkeyword der Website sollte auf jeden Fall vorkommen. Wenn das Keyword mit dem Begriff identisch ist, den der Nutzer sucht, hebt Google es durch Fettdruck hervor.
  5. Das Wichtigste zuerst! Das Hauptkeyword und die wichtigsten Aussagen sollten bereits am Beginn stehen. So ist sichergestellt, dass sie auch dann zu sehen sind, wenn die Meta Description gekürzt angezeigt wird.
  6. Einzigartigkeit! Man sollte sich um Originaltät bemühen. Eine einzigartige Meta Description erhöht die Chance, dass der Nutzer die Website anklickt.
  7. Alleinstellungsmerkmale nennen! Der Nutzer sollte möglichst schon gleich zu Beginn erfahren, welche Alleinstellungsmerkmale (unique selling points) eine Website auszeichnen.
  8. Auffallen durch Sonderzeichen! Der HTML-Code ermöglicht es, Sonderzeichen zu verwenden. Im Google Snippet werden dann spezielle Symbole angezeigt (Sterne, Haken, Herzen etc.). Das bringt oft zusätzliche Aufmerksamkeit. Allerdings können solche Symbole in allzu großer Zahl unter Umständen auch unseriös wirken.

3 wichtige Fehlerquellen beim Schreiben von Meta Descriptions

Natürlich gibt es umgekehrt auch Dinge, die beim Schreiben der Meta Description besser vermieden werden sollten. Hier 3 Tipps dazu:

  1. Möglichst fehlerfrei! Die Meta Description sollte keine Fehler in Grammatik oder Rechtschreibung enthalten. So etwas lässt selbst professionelle Websites schnell unseriös erscheinen.
  2. Kein Keyword Stuffing! Natürlich sollte das Hauptkeyword der Website enthalten sein – aber nicht mehr als einmal. Der übermäßige Gebrauch von Keywords schreckt den Nutzer eher ab und wird von Suchmaschinen als Spam bewertet (Google rät ausdrücklich davon ab, Keywords allzu häufig zu verwenden).
  3. Sparsamer Einsatz von Ausrufezeichen! Ein Call-to-Action ist zwar Pflicht – trotzdem sollte man den Einsatz von Ausrufezeichen nicht übertreiben. Zu viele Handlungsaufforderungen empfindet der Nutzer außerdem schnell als Belästigung.

Es kann vorkommen, dass Google eine Meta Description als nicht relevant für die Suchanfrage einstuft. Dann wird statt der vom Webmaster verfassten Description eine automatisch generierte verwendet.

Für eine Website können auch mehrere solcher Kurzbeschreibungen angelegt werden. Im Idealfall passen sie jeweils noch genauer zu den einzelnen Suchanfragen.

Jedoch ist fraglich, ob sich das Ranking dadurch so stark verbessert, dass die höheren Kosten gerechtfertigt sind.

Die optimale Länge für mobile Endgeräte

Idealerweise ist eine Meta Description auch für mobile Endgeräte optimiert. Wegen der kleineren Displays können weniger Zeichen im Google Snippet angezeigt werden.

Eine Meta Description mit 120 Zeichen oder weniger (inkl. Leerzeichen) ist für die Darstellung auf mobilen Endgeräten in der Regel am besten geeignet.

Falls das Google Snippet auch Bilder enthält, ist die Zahl der dargestellten Zeichen dadurch noch weiter begrenzt.

Es gibt es aber manchmal auch Abweichungen von diesen Zahlen: Teilweise können bis zu 200 Zeichen vollständig angezeigt werden.

Erfolgs-Auswertung

Mit der Google Search Console lässt sich überprüfen, wie gut die Leistung einer Kurzbeschreibung ist. Folgende Daten werden erhoben:

  • Klickrate
  • Klicks
  • Impressionen
  • Durchschnittliche Position

Die Browser-Erweiterung „Keywords everywhere“ (verfügbar für Chrome und Firefox) bringt noch zusätzliche Daten:

  • Suchvolumen
  • Cost-per-Click (CPC)
  • Konkurrenz bei Google Adwords

Wenn die Kurzbeschreibung überarbeitet wurde, empfiehlt es sich, die Website bei Google zur erneuten Indexierung anzumelden. Denn dadurch wird die Aktualisierung schneller von der Suchmaschine erfasst und die Erfolgs-Auswertung kann schneller vorgenommen werden.

Allerdings sollte man abwarten, bis das verwendete Hauptkeyword laut der Google Search Console mindestens 1000 weitere Impressionen bekommen hat. Erst dann ist eine Auswertung der Ergebnisse wirklich aussagekräftig.

Die frühere Rolle von Webverzeichnissen

Der sogenannte noodp-Tag kann als Anweisung im HTMLQuellcode hinterlegt werden. Es handelt sich um ein Überbleibsel aus der Anfangszeit der Suchmaschinenoptimierung.

Webmaster können auf diese Weise vermeiden, dass Suchmaschinen bei der automatisierten Erstellung von Snippets auf die Website-Beschreibung im DMOZ-Verzeichnis zurückgreifen.

Webverzeichnisse spielen heute kaum noch eine Rolle. Sie waren aber in der Vergangenheit durchaus wichtig, als Suchmaschinen noch nicht so häufig genutzt wurden.

DMOZ ist auch heute noch das größte und unabhängigste Webverzeichnis. Google stuft es deshalb als seriöse Quelle ein.

Auf die Inhalte dieses Verzeichnisses greift die Suchmaschine dann zurück, wenn die vorhandene Beschreibung ungeeignet erscheint oder keine hinterlegt ist.

Die folgende Anweisung im HTML-Quellcode verhindert, dass Google mit Inhalten von DMOZ oder anderen Webverzeichnissen automatisierte Kurzbeschreibungen erstellt:

Dieselbe Anweisung gibt es auch für Microsofts Internetportal MSN und auch ganz allgemein für alle Suchmaschinenbetreiber.