SEO Hidden Text – was ist das? Mit dem Begriff sind versteckte Textinhalte auf einer Webseite gemeint. Diese Textabschnitte sind für Browser und Besucher der jeweiligen Website nicht sichtbar. Suchmaschinenroboter hingegen erkennen SEO Hidden Content. Während Menschen diese Texte also nicht sehen können, sind Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder Bing in der Lage, den versteckten Text zu identifizieren und zu lesen.

Die Technik SEO Hidden Text wird zum Beispiel in HTML verwendet, um Keywords zu verbergen. Jeder Text und jedes einzelne Wort, das auf einer Website versteckt wird, fällt unter die Kategorie „versteckter Inhalt“ oder „Hidden Content“. Dies kann sowohl Fließtext als auch einzelne Keywords oder versteckte Links umfassen.

Wir erklären dir in diesem Beitrag:

  • wie und warum SEO Hidden Text zum Einsatz kommt,
  • wann versteckter Inhalt von Google abgestraft wird und
  • in welchen Fällen Hidden Content der Barrierefreiheit deiner Website dient.

Inhaltverzeichnis

  1. Warum versteckt man Texte?
  2. Seo Hidden Text und Google: eine Spamfalle?
  3. 6 Arten von SEO Hidden Text, die Google verbietet
  4. Welche Konsequenzen gibt es beim Verstoß?
  5. Was Google gefällt: Hidden Content für Barrierefreiheit

Warum versteckt man Texte?

Versteckter Text wird in den meisten Fällen verwendet, um die eigene Platzierung mittels bestimmter Keywords in den Suchmaschinenergebnissen zu verbessern. Diese Methode wird auch „Keyword-Stuffing“ genannt. Es handelt sich dabei um den übermäßigen Gebrauch von Keywords, um im Ranking von Suchmaschinen höher gestellt zu werden.

Versteckter Text kann von den Crawlern von Suchmaschinen, auch Bot oder Robot genannt, eingesehen und erfasst werden.

Das Design einer Website wird dabei nicht beeinträchtigt, wenn Keywords in den verborgenen Inhalt der Website aufgenommen werden.

In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren, als die Suchmaschinenoptimierung noch in den Kinderschuhen steckte, war die Technik „weißer Text auf weißem Hintergrund“ die am häufigsten verwendete Strategie. Der Text war zwar enthalten, nur durch die identischen Farben von Text und Hintergrund nicht für Menschen sichtbar.

Es war auch üblich, Inhalte außerhalb des sichtbaren Bereichs der Website zu platzieren. Dabei wurden nicht nur die themenbezogenen Keywords versteckt, sondern auch Formulierungen, die nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Seite zu tun hatten und nur dazu dienten, Besucher über den Keyword-Inhalt anzulocken.

Seo Hidden Text und Google: Eine Spamfalle?

SEO-Taktiken, die in der Vergangenheit funktionierten, werden heute von Suchmaschinenbetreibern als Spam angesehen.

SEO Hidden Text, der auf Keyword-Stuffing abziehlt, verstößt gegen die Webmaster-Richtlinien von Google. Das Verstecken von Text oder Links wird somit als Täuschung angesehen.

6 Arten von SEO Hidden Text, die Google verbietet

  1. Die Art von Schriftzug, der die gleiche Farbe wie der Hintergrund hat, wird als „unsichtbarer Text“ bezeichnet. Es handelt sich also um einen weißen Bildschirm mit überwiegend weißem Text.
  2. Abschnitte, die den gleichen Farbton wie ein Bild haben oder dahinter verborgen sind, sind verboten.
  3. Die Schriftgröße auf „0“ stellen ist ein Klassiker.
  4. Mit der Web-Design-Sprache CSS lassen sich Texte aus dem sichtbaren Bereich herausschieben. Als Beispiel gelten visibility:hidden; oder display:none; Befehle im CSS-Code, die verhindern, dass der Text angezeigt wird
  5. Auch Links zu anderen Seiten können auf manchen Websites versteckt werden. Damit dies funktioniert, muss nur ein einziger Punkt verlinkt sein. Idealerweise sollte der gesamte Text die gleiche Farbe haben und überhaupt nicht hervorgehoben sein. Auch das ist nicht erlaubt!
  6. Um Google über einen längeren Zeitraum zu täuschen, kann man Cloaking einsetzen. Dadurch sehen die Suchmaschinen die Website in einem anderen Licht als die Menschen. Im Gegensatz zum Benutzer wird der Google-Crawler mit einer Menge HTML-Inhalt bombardiert. Mithilfe von JavaScript lässt sich dies leicht bewerkstelligen.

Verstoß gegen die Richtlinien: was nun?

Erstens: Google findet es heraus. Immer. Hidden Content kann mittlerweile von Suchmaschinen entdeckt werden. Google schickt zur Kontrolle sogar echtes Personal auf eine Website, wenn die Algorithmen sich nicht sicher sind!

Wenn man trotz dessen Inhalte auf einer Seite versteckt, wird das Ranking darunter leiden. Schließlich kann man so weit im Ranking fallen, dass man in der Suchmaschine überhaupt nicht mehr vertreten ist.

Mit anderen Worten: Google-Nutzer werden die Seite nicht mehr finden können.

Letztendlich kann sich dies auch auf die gesamte Domain auswirken.

Die gute Nachricht ist, dass das Problem schnell behoben werden kann. Dafür muss man einfach alle mit CSS versteckten oder transparenten Inhalte entfernen.

Was Google gefällt: SEO Hidden Text für die Barrierefreiheit

Google ist auf deiner Seite, wenn Du Inhalte verbergen möchtest, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Die Zugänglichkeit deiner Webseite ist in diesem Fall ein wichtiges Anliegen für die Suchmaschinenbetreiber, denn einige Nutzer sind nicht in der Lage, alle Inhalte zu „sehen“.

Zum Beispiel Personen mit einer Sehbeeinträchtigung. Wenn Sehbehinderte einen Screencreader benutzen, kriegen sie die Informationen auf einer Website laut vorgelesen. Dafür wird Text benötigt, der normalerweise auf einer Website ausgeblendet ist.

Um ihnen die Navigation oder das Auffinden von Sprunglinks zu erleichtern, können diesen Besuchern z. B. zusätzliche Erklärungen vorgelesen werden.

Denjenigen, die eine schlechte Internetverbindung haben, kann der Text auch helfen. Sofern Nutzer wegen einer schlechten Verbindung Videos und Bilder nicht laden können, hilft der zusätzliche Text, fehlende visuelle Aspekte durch Beschreibungen zu vermitteln.

In den folgenden Situationen sollte ein „unsichtbarer“ Text eingefügt werden.

Bilderbeschreibung

Google ist nicht in der Lage, den Inhalt von Bildern zu entziffern. Wie oben erwähnt, kann die Beschreibung von Bildern Menschen mit Behinderungen oder schlechtem Internet helfen, Inhalte trotzdem zu konsumieren.

Zu diesem Zweck wird zum Beispiel der Alt-Text verwendet. Er ist nicht sichtbar (nur im HTML-Code). In diesem Abschnitt sollte eine äußerst kurze Zusammenfassung des Inhalts enthalten sein.

Das funktioniert folgendermaßen: Die alt-Eigenschaft (alt=“xyz“) und der Titel (title=“xyz“) können ohne Weiteres in den HTML-Code eingefügt werden.

Die Vorteile: Du kannst diese Abschnitte nutzen, um einen entscheidenden Keyword-Satz einzufügen. Du wirst dann von Google etwas höher eingestuft. Die Bildersuche ist auch ein Ort, an dem man viel Verkehr bekommen kann.

Der Dateiname sollte genaue Informationen wiedergeben (oft wird er auch als Bildtitel verwendet). Im Falle eines Dateinamens für ein Logo-Bild wäre „evoluce-logo.jpg“ dem Bild „mis3ulalt813tr96.jpg“ in Bezug auf die Qualität überlegen.

Für Videos

Bei Videos ist Google nicht in der Lage zu entziffern, was gesprochen wird.

Ein Transkript eines Videos kann daher im HTML-Text versteckt werden, um Google das Video zu „erklären“. Standard-Webbrowser zeigen diesen Text nicht an, somit bleibt der Text verborgen. Für Blinde kann die Beschreibung per Screenreader vorgelesen werden. Untertitelung ist auch möglich.

JavaScript

Mit dem JavaScript-Tag „< noscript >“ kann man suchmaschinenfreundliche Erklärungen für interaktive Elemente anbieten. So macht man dynamische Inhalte für Suchmaschinen „verständlich“ und somit relevant. Dafür ganz einfach Text zwischen den noscript-Tag einfügen.

SEO Hidden Text: versteckte Inhalte und aufklappbare Texte

Text, der nur angezeigt wird, wenn jemand auf eine Schaltfläche oder eine Registerkarte klickt, wird als „aufklappbarer Text“ oder „Akkordeon-Text“ bezeichnet.

Das ist eine der häufigsten Arten, wie Internetunternehmen Informationen über technische Details, Anwendungen oder verwandte Elemente verbergen. Die Suchmaschine wird mit zusätzlichem Textmaterial versorgt, indem hinter „Weiter“ oder ähnlichen Schaltflächen ein kleinerer Teil des Textes versteckt wird, den der Benutzer per Mausklick dann sieht.

Um z. B. die Produktansicht benutzerfreundlicher zu gestalten, scheint Google keine Probleme damit zu haben, Text hinter Tabs zu verstecken. Für Google erfüllen diese Texte den Zweck, dass der Hidden Content „hilft“, Informationen zu ordnen und für den Nutzer verständlicher zu machen.

Nur wenn sich hinter der Schaltfläche umfangreiche Meldungen verbergen, die vielleicht auch noch mit Keywords vollgestopft sind, gilt diese Maßnahme als Spam. Denn hier wird erkennbar, dass die versteckten Texte allein zu Rankingzwecken verwendet werden.

Hidden SEO Text nur für die User

Es sollte nun klar sein: Hidden Content darf man nur einpflegen, damit User ein besseres Erlebnis haben und die eigene Webseite benutzerfreundlicher wird. Das hilft nicht nur den Nutzern. Google belohnt dann die Webseite mit einer besseren Position in den Suchmaschinenergebnissen.

Nicht vergessen: Google erkennt alle Täuschungsversuche. Wird man erwischt, sieht es schlecht für die eigene Webseite aus. Im schlimmsten Falle fällt die Seite aus dem Index und man wird komplett „unsichtbar“.