SPRUNGMARKE – Mit der Verwendung von Sprungmarken (engl. Skiplinks) können Webmaster auf ganz unkomplizierte Weise die Navigation auf ihrer Website bedeutend vereinfachen.

Sprungmarken sorgen für Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit auf deiner Internetseite.

Beides sehr wichtige Bewertungskriterien für Google. Denn neben der Klickrate ist auch die Verweildauer der Seitenbesucher ein ausschlaggebender Google Rankingfaktor. Der Zusammenhang ist logisch.

Wer:

  • sich auf deiner Seite zurecht findet
  • gezielt zu den Informationen „springen“ kann, nach denen er sucht
  • auf Hilfsmittel wie Screenreader angewiesen ist und merkt, dass deine Website barrierefrei ist

wird mit höherer Wahrscheinlichkeit länger auf deiner Homepage bleiben. Und sie vielleicht in Zukunft erneut besuchen.

Lies in diesem Beitrag wie du Skiplinks in WordPress sinnvoll setzt und wie sie zur Suchmaschinenoptimierung bei SEO Texten beitragen. Außerdem erfährst du, warum auch beim Setzen von Sprungmarken gilt: Weniger ist mehr.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Sprungmarke?
  2. Sprungmarke setzen in WordPress: so geht’s
  3. Skiplinks als Mittel der Suchmaschinenoptimierung
  4. Zusammenfassung – Qualität statt Quantität

Was ist eine Sprungmarke?

Selbst wenn dir die Sprungmarke bislang kein Begriff ist, bist du ihr bestimmt schon begegnet. Eventuell sogar in diesem Beitrag. Wir haben sie nämlich auch verwendet – im Inhaltsverzeichnis. Sprungmarken sind Bezugspunkte mit dazugehörigem Ankerpunkt. Am Beispiel unseres Textes bedeutet das: Mit nur einem Klick springst du vom Inhaltsverzeichnis (Bezugspunkt) direkt zum jeweiligen Textabschnitt (Ankerpunkt).

In einigen Fällen bietet es sich an, Sprungmarken auch innerhalb eines Beitrags zu setzen. Auf diese Weise strukturierst du zum Beispiel sehr lange Texte. Die User deiner Website können so direkt zu dem Abschnitt springen, für den sie sich interessieren. Mit Hilfe der von dir ganz gezielt eingesetzten Skiplinks können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch mal etwas nachlesen, ohne sich durch den gesamten Text scrollen oder die Suchfunktion nutzen zu müssen.

Screenreader

Screenreader (engl.), auf Deutsch: Bildschirmvorleser sind Softwareprogramme für Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

Der Screenreader, eine Bildschirmlesesoftware, interpretiert den kompletten Bildschirminhalt mit allen grafischen und textlichen Informationen. Das bezieht sich auf Menüs, grafische Fenster, Symbole, Auswahlboxen und Eingabepositionen. Mittels Sprachsynthese werden die Grafik- und Textinformationen in Sprache umgesetzt und ausgegeben. (www.itwissen.info/Screenreader-screenreader.html)

Darüber hinaus identifizieren die meisten Screenreader auch Strukturen wie Überschriften, Auflistungen, Textabschnitte etc. im Quelltext – auch Sprungmarken. Die Software bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, zwischen diesen Elementen hin- und herzuspringen.

Das bedeutet, dass Sprungmarken einen maßgeblichen Beitrag zur Barrierefreiheit deines Internetauftrittes beitragen.

Ein Faktor, der von Google im Ranking honoriert wird.

So wird’s gemacht: Skiplinks setzen in WordPress

Um manuell eine Sprungmarke zu setzen, nutzen HTML-Seiten heutzutage meist das ID-Attribut.

Bleiben wir bei unserem Beispiel: Sprungmarken die vom Inhaltsverzeichnis direkt zum Textabschnitt leiten.

Das funktioniert folgendermaßen

  1. Zunächst setzt du den Hyperlink, der später zu deinem Ziel/Anker leitet: Hierfür markierst du den jeweiligen Punkt im Inhaltsverzeichnis
  2. Anschließend klickst du auf „Link einfügen“ (Ctrl + K)
  3. Es öffnet sich ein Eingabefeld. Hier gibst du manuell ein: #struktur
  4. Nun öffnest du den Quelltext
  5. Hier suchst du den Abschnitt, zu dem der Hyperlink im Inhaltsverzeichnis führen soll
  6. Am besten wählst du die jeweilige Überschrift als Ankerpunkt.
  7. Jetzt fügst du das ID-Attribut in die Überschrift ein. Genau so: h2 id=struktur>Überschrift<h2
  8. Wichtig ist das Leerzeichen zwischen h2 und dem ID-Attribut
  9. Geschafft! Du hast deine erste Sprungmarke gesetzt

Alternativ erleichtern verschiedene WordPress-Plugins zusätzlich das Einfügen von Sprungmarken, da sie die Skiplinks automatisiert einbinden. Die manuelle Eingabe entfällt hiermit. Möglich machen dies beispielsweise die Plugins Table of Content Plus oder Tiny MCE Advanced.

Skiplinks als Mittel der Suchmaschinenoptimierung

Dein Content kann noch so gut sein – Fakt ist: Wenn deine Texte nicht strukturiert sondern unübersichtlich sind, kannst du dir ein hervorragendes Ranking auf den SERPs von Google und Co. abschminken.

Denn der Besucher deiner Website hat ein Anliegen. Er sucht Informationen. Zu einer Fragestellung, einem Produkt, einer Dienstleistung o.Ä. Du musst ihn so schnell wie möglich davon überzeugen, dass er diese Informationen von dir bekommt. Ansonsten wird er sie auf einer anderen Internetseite suchen.

Darum solltest du folgende Vorteile von Sprungmarken kennen:

Usability

Sprungmarken sind ein hervorragendes Mittel, um deine Dokumente, Blogbeiträge oder Langformatartikel viel übersichtlicher, leserlicher und verständlicher zu gestalten.

Barrierefreiheit

Wie bereits hier erklärt, dienen Sprungmarken der Barrierefreiheit auf deiner Website und ermöglichen die problemlose Nutzung von Screenreadern.

Verweildauer

Neben den Klicks zählt für Google auch die Länge der Zeit, die User durchschnittlich auf deiner Website verbleiben. Sprungmarken können hier hilfreich sein: Anstatt von einem chaotischen, ellenlangen Text abgeschreckt zu werden, springt der Leser direkt zu dem Abschnitt, der ihn interessiert. Ist dieser gut geschrieben, wird vielleicht sein Interesse geweckt. Eventuell liest er den gesamten Text, klickt sich durch deine Seite oder meldet sich für deinen Newsletter an.

Direktlinks 

Sprungmarken ermöglichen auch das Teilen von Direktlinks zu bestimmten Abschnitten deines Beitrags. Ideal für Social Media!

Zusammenfassung – Qualität statt Quantität

Über die Vorteile von Sprungmarken bzw. Skiplinks weißt du nun Bescheid. Doch wie sieht es mit den Nachteilen aus? Ja, die gibt es auch. Nein, die möchten wir dir nicht vorenthalten. Wie in vielen Bereichen gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Denn schwierig wird es, sobald Skiplinks überhandnehmen. Warum?

  • Sprungmarken sind optisch hervorgehoben – setzt du zu viele, wirkt dein Text unruhig und unleserlich
  • Auch auf Menschen mit Sehbeeinträchtigung wirken zu viele Sprungmarken störend – Screenreader erkennen Sprungmarken und geben jede einzelne sprachlich wieder

Solange du Sprungmarken gezielt und bewusst einsetzt, wirken sie Wunder.

Du solltest dir allerdings im Vorfeld immer überlegen: Ergibt die Sprungmarke hier Sinn?

Eine weitere Möglichkeit, die Sprungmarke einzusetzen ist übrigens der Return to top Link