Storytelling Definition – Geschichten fesseln uns. Sie veranschaulichen für uns die Welt und machen unser Leben interessant. Wenn du deine Geschichte richtig erzählst, ziehst du alles und jeden in den Bann.

Die Methode „Storytelling“ (auf Deutsch: Geschichtenerzählen) wird häufig im Marketing verwendet. Storytelling hat auch das Potenzial, deine SEO-Bemühungen zu unterstützen, indem du deine Webseiten-Besucher emotional berührst und dich selbst ins richtige Licht rückst.

Immer häufiger setzen Unternehmen Storytelling-Erzähltechniken ein, um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu gewinnen und zu halten. Im Gegensatz zu neuen, schnelllebigen Medien, Social Media, Smartphones usw. schaffen es Geschichten, den Fokus der Menschen auf sich zu ziehen.

Unsere Konzentrationsspannen werden immer kürzer. Allerhand Text, und eine Flut aus Bildern und Videos landen täglich auf unseren Bildschirmen. Aber sie bleiben nicht lange im Gedächtnis. Eine Story, die in uns Emotionen auslöst, uns fasziniert, prägt sich ein.

Um diese Aufmerksamkeit zu erschaffen, braucht es allerdings die richtigen Methoden.

Deshalb ist es umso wichtiger für dich und deine Marke, eine einprägsame, funktionierende, schlichtweg herausragende Geschichte zu erzählen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, warum Storytelling für jedes Unternehmen wichtig ist und wie du diese Marketing-Methode zu deinen Gunsten nutzen kannst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Erfolgsgeschichten und anderen Erzählungen
    1.1 Eine Storytelling Definition
    1.2 Mögliche Funktionen des Storytellings
  2. Die wichtigsten Bausteine unserer Storytelling Definition
  3. Diese drei Branchen erzählen Geschichten anders
    3.1 Journalismus: Die Stories müssen gefunden werden
    3.2 Storytelling in der Unternehmenswelt: Das Unternehmen erlebbar machen
    3.3 Geschichtenerzählen als psychotherapeutische Technik
  4. Geschichten lassen sich verkaufen

Vom Schreiben von Erfolgsgeschichten und bahnbrechenden Erzählungen

Das Erzählen von Geschichten ist ein Mittel zur Verbreitung von Informationen wie Fakten, Werte und Standpunkte.

Geschichten können durch Bilder, Texte oder audio(-visuelle) Medien vermittelt werden.

Mit Erzählungen kann man selbst sachliche Inhalte so transportieren, dass beim Zuhörer, Leser oder Zuschauer Interesse geweckt wird.

In diesem Zusammenhang können besonders gut Anekdoten und wahre Geschichten aus dem täglichen Leben verwendet werden.

Eine Storytelling Definition

Storytelling ist eine Form der Informationsvermittlung, die darauf abzielt, Informationen zu vereinfachen und einprägsam zu machen.

Mittels Storytelling wird nicht nur das Interesse der Zielgruppe geweckt, sondern es fällt den Zuhörern auch viel leichter, sich die Botschaft zu merken.

Man kann in einer Vielzahl von Medien und Formaten Geschichten erzählen.

Das Storytelling ist auch eine beliebte Methode, um Informationen am Arbeitsplatz zu integrieren. Dort wird sie eingesetzt, um den Mitarbeitern bestimmte Fakten, Werte, Ziele oder Unternehmensinformationen zu vermitteln. Diese Branchen verwenden häufig Geschichtenerzählungen:

  • Im Journalismus wird das Geschichtenerzählen eingesetzt, um Informationen auf vereinfachte oder anschauliche Weise für Kinder und Erwachsene zu vermitteln.
  • In der Psychotherapie werden Geschichten häufig eingesetzt, um Probleme zu skizzieren und Lösungsstrategien zu entwickeln.
  • Schüler aller Altersgruppen können von Rollenspielen im Unterricht profitieren. Auch bei Workshops mit Erwachsenen, kann sich neu Erlerntes durch ein Rollenspiel im Gedächtnis besser abspeichern.
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit die emotionale Wirkung und den Nachhall von Geschichten, um ihre Botschaften an die Verbraucher zu vermitteln. Beispielsweise ein Hotelier, der davon erzählt, wie er sich durch die harte Corona-Lockdown-Krise kämpft und nicht aufgibt.

Das Vermitteln von Wissen über Waren, Daten und Prozesse wird für viele Menschen und Unternehmen immer wichtiger.

Mögliche Funktionen des Storytellings

  • Wissen verbreiten
  • Lösungsbeispiele für Probleme bieten
  • Neue Denkweisen finden
  • Gewonnene Erkenntnisse weitergeben
  • Definitionen veranschaulichen
  • Zu Verhaltensänderungen anregen
  • Mithilfe von Bildern und Videos einen Sachverhalt interessanter gestalten
  • Brand Story erzählen
  • und vieles mehr!

Storytelling – die 7 wichtigsten Bausteine

Bisher haben wir nur einen Teil davon besprochen, was das Erzählen ausmacht und wie es funktioniert.

Storytelling wird bereits in fast jedem Unternehmen bewusst oder unbewusst eingesetzt und ist ein fester Bestandteil der täglichen Kommunikation. Anekdoten, die vom Kaffeeklatsch, über die Abschiedsfeier einer langjährigen Kollegin, bis zur formellen Unternehmensgeschichte reichen, sind hier zu finden.

Jede Geschichte hat eine Reihe von Merkmalen, die sie als Geschichte definieren, unabhängig davon, wie viele unterschiedliche Storytelling Definitionen es gibt.

Im Allgemeinen sind die 3 folgenden Merkmale in allen Geschichten vorhanden:

  1. Es gibt eine oder mehrere Figuren.
  2. Es besteht eine gewisse Situation oder ein Problem.
  3. Die Geschichte dreht sich darum, eine Lösung für das Problem zu finden oder aber auch daran zu scheitern und damit umzugehen.

Unabhängig von der Branche oder dem Unternehmen gibt es 4 weitere Gemeinsamkeiten beim Geschichtenerzählen, die in jeder (guten) Geschichte zu finden sind.

Halte dich fest und pass gut auf, denn hier kommen sie!

1. Erzählstrukturen – vom Anfang bis zum Ende

Wenn eine Geschichte „rundum gut“ erzählt wird, ist der Konsument eher bereit, zuzuhören und sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Mit einem soliden Anfang, der so spezifisch wie möglich für die Zielgruppe ist, kann eine gute Erzählung die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen und ihn zum Interagieren, Klicken usw. anregen. So können Wissen vermittelt und Produkte verkauft werden.

Es gibt verschiedene Arten von Erzählstrukturen (Plotline auf Englisch), die in der Literatur zu finden sind. In einem Abenteuerroman zum Beispiel ist die Erzählweise eine ganz andere als in einem Thriller oder einer Biografie.

Nach der Definition des griechischen Philosophen Aristoteles besteht ein Theaterstück immer aus drei Teilen: dem Anfang, der Mitte und dem Ende.

Eingeführt wird ein Held, dem eine Aufgabe gestellt wird (Anfang). Um das Ziel zu erreichen, kämpft er gegen alle Widrigkeiten und Feinde (Mitte). Unabhängig davon, ob er scheitert oder Erfolg hat (Ende).

Ein Film oder ein Stück unterhaltsamer Literatur sind genau so. Hollywood vermittelt ein Gefühl von Intimität, Spannung und einer Verbindung zwischen dem Protagonisten und dem Zuschauer.

Das sind die 7 Genres, die wir immer wiederholen:

  1. Komödie
  2. Tragödie
  3. Wiedergeburt
  4. Sieg über den Antagonisten
  5. Inneres Wachstum/Charakterentwicklung „der Bettler wird zum König“
  6. Suche/Streben/Mission
  7. Reise, Reifung und Rückkehr

Jeder, der Geschichten erzählt, sollte mit den grundlegenden Erzählstrukturen vertraut sein, z. B. damit, wie ein Drama aufgebaut ist und wie die verschiedenen Handlungsstränge funktionieren.

2. Die Story sollte Emotionen auslösen

Im Marketing kann man z. B. durch den Einsatz von Geschichten Emotionen erwecken. Storytelling ist ein mächtiges Instrument, um Interesse zu wecken, die Fantasie anzuregen und die Kunden zum Mitmachen zu bewegen.

Eine emotionale Verbindung zwischen einem Kunden und einem Produkt oder sogar einer Produktwelt kann in der Werbung entscheidend sein.

Emotionen können auf unterschiedliche Weise ausgedrückt werden, je nach Geschichte, Thema und Zielgruppe.

Die Kraft negativer Emotionen, wie z. B. Angst und Schrecken, kann genutzt werden, um einem Käufer zu helfen, sich an ein Produkt oder ein Thema zu erinnern.

Es kommt nicht nur auf die Qualität oder den Preis des Produkts an, sondern auch auf die Geschichte, die von der Marke handelt.

Emotionen wie Mut und innere Stärke sind ein gutes Mittel für Storytelling. Ein Unternehmer, der öffentlich von seiner schweren Erkrankung oder Lebenskrise spricht, die er überwunden hat, schafft Intimität. Er wirkt authentisch. Mit ihm kann sich jeder, der Ähnliches erlebt hat, identifizieren.

Er mag dasselbe Produkt, die gleiche Dienstleistung wie Tausende andere anbieten. Dennoch wird er immer aus der Masse herausstechen, denn er ist greifbar und seine Geschichte bleibt durch den emotionalen Zugang im Gedächtnis der Menschen.

Um erfolgreich zu sein, muss eine Erzählung einen Protagonisten, einen Konflikt, einen dramatischen Bogen und starke Emotionen beinhalten, die die Menschen dazu bringen, die Geschichte zu erzählen oder mit anderen zu teilen.

In einer Welt, in der die Produkte immer identischer werden, kann das Geschichtenerzählen den Unterschied ausmachen. Hier kann eine emotionale Verbindung zwischen Produkten und Marken beobachtet werden, und auch, wie diese Verbindung Kaufentscheidungen beeinflusst.

3. Geschichten sind eine Quelle der Inspiration

Die Kraft einer guten Geschichte liegt in ihrer Fähigkeit, Menschen zu bewegen und Ideen, Methoden, Marken oder ein Produkt zu unterstützen.

Im Idealfall sind die Menschen von der Erzählung so begeistert, dass sie sie weitererzählen und andere damit beeinflussen.

Viele Forscher sind der Meinung, dass Leidenschaft ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Gedächtnisses ist und dass sie eine besonders wichtige Funktion beim Lernen spielt.

Daher werden Themen, die das Interesse des Publikums wecken, mit größerer Wahrscheinlichkeit im Gedächtnis bleiben.

4. Geschichten verknüpfen

Da Menschen gerne Geschichten erzählen, werden historische Ereignisse und Vorgänge seit Langem in fiktionalisierten Darstellungen wie Märchen und Legenden festgehalten.

Werbespots und Journalismus sind oft auf solche Erzählungen angewiesen, um Kunden und Leser an ihre Produkte und Autoren zu binden.

Eine Website, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist, kann Besucher dazu inspirieren, regelmäßig wiederzukommen.

Anwendungsbeispiele für Storytelling

Nun haben wir uns übergreifende Aspekte innerhalb unserer Storytelling Definition angeschaut. Nicht jede Geschichte erzählt sich aber gleich, wie die unterschiedlichen Erzählstrukturen gezeigt haben.

Deshalb werfen wir nun einen genaueren Blick auf drei unterschiedliche Branchen: den Journalismus, die Unternehmenswelt und Psychotherapie, um zu sehen, wie sie Storytelling verwenden.

Journalismus: Die Stories müssen gefunden werden

Die Aufgabe eines Journalisten besteht darin, eine Geschichte zu erzählen.

Journalisten sind immer auf der Suche nach der besten Geschichte, weil sie sich am besten verkaufen lässt.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jede Art von Erzählung ihre eigene einzigartige Struktur und ihre eigenen Prinzipien hat.

Journalisten lernen durch die Praxis des narrativen Journalismus ihre Geschichten zu bündeln und mit den Interessen ihres Publikums zu verbinden.

Storytelling in der Unternehmenswelt: Das Unternehmen erlebbar machen

Storytelling im Kontext der Unternehmenskommunikation bezieht sich auf die Darstellung eines Unternehmens nach innen (Mitarbeiter) und außen (Kunden, Partner, Presse und Öffentlichkeit).

Die Persönlichkeit und die Verhaltensweisen eines Unternehmens können durch das Erzählen einer Geschichte nach Storytelling Definition vermittelt werden. Wofür es steht und wofür es sich einsetzt.

Jedes Unternehmen hat eine Geschichte über seinen Gründer, CEO, wichtige Kunden, Mitarbeiter, Partner, Marken und Produkte zu erzählen.

Die Kernwerte des Unternehmens werden durch diese Geschichten deutlicher vermittelt als durch ein Leitbild in einem Handbuch.

In einer Krise können Geschichten als Kompass dienen und eine Möglichkeit bieten, sich selbst und sein Verhalten zu korrigieren.

Wenn ein Unternehmen durch den Einsatz von Geschichten als etwas Lebendiges dargestellt wird, fällt es den Menschen leichter, sich mit ihm zu verbinden.

Produktmanagement: Storytelling zur Überzeugung von Stakeholdern

Warum sollten Produktmanager eine Geschichte erzählen? Weil Produktmanager keine Verkäufer sind. Häufig zögern sie, wie ein Verkäufer aufs Ganze zu gehen.

Man kann aber etwas verkaufen, ohne primär etwas zu verkaufen zu wollen, indem man eine Geschichte präsentiert.

Wenn es um intelligentes Produktmanagement geht, braucht man nicht viele Worte. Es Bedarf keiner ausgeklügelten Verkäuferstrategie. Man kann genau sehen, was das Produkt von anderen Produkten unterscheidet. Hauptsache, man erzählt die Geschichte des eigenen Produktes richtig.

So ist es für alle Kunden und Stakeholder des Unternehmens ohne Weiteres erkennbar.

Das Erzählen von Geschichten ist ein wirkungsvolles Managementinstrument, dass auch dir helfen kann, den eigenen Standpunkt gegenüber anderen zu vertreten.

Mitarbeiter, Kollegen oder sogar Vorgesetzte werden bei einer guten Geschichte zuhören.

Außerdem erhält man einen authentischen Eindruck, wenn man sich mit einer kurzen Geschichte vorstellet, anstatt eine Liste von Stationen des eigenen Lebens aufzulisten.

  1. Beginne mit der Geschichte, wie du zu der Führungskraft wurdest, die du heute bist, anstatt dein Geburtsdatum und deine Heimatstadt zu nennen.
  2. Erzähle die Geschichte nicht so, dass du unweigerlich auf die Position des Managers gekommen bist. Damit könntest du alle Beteiligten verärgern. Letztlich ist es wichtiger, die Geschichte der Schwierigkeiten und Irrwege, der Wendepunkte, des inneren Zögerns und der Konflikte zu vermitteln.

Wie eine Figur in einer Geschichte, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Worum geht es in deiner Geschichte? Wenn du eine klare Vorstellung davon hast, wo du warst, was du durchgemacht hast und wohin du in deiner Karriere als Führungskraft gehen willst, kannst du dieses Ziel leichter erreichen.

Man wird mit dir zusammenarbeiten wollen, wenn du diese Geschichte glaubwürdig vermitteln kannst.

Das Wissen um die eigene Arbeit, die persönlichen Ambitionen und Überzeugungen, ist entscheidend.

Geschichtenerzählen als psychotherapeutische Technik

Der narrativen Psychologie zufolge fehlt dem Menschen eine objektive Vergangenheit. Ihre Erinnerungen sind rein subjektiv.

Persönliche Biografien, Familiengeschichten und Unternehmensgeschichten sind allesamt Beispiele für reine Erzählungen.

Aufgrund der Gegenwart schreiben wir sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft ständig neu.

Wir alle durchlaufen Phasen des Wachstums und der Entwicklung, die sich in den Erzählungen widerspiegeln, die wir über uns selbst konstruieren.

Menschen sind Verfechter von Zielen und Idealen. Wir erschaffen eine Geschichte über uns selbst, indem wir unsere Erinnerungen, Wahrnehmungen und Bestrebungen kombinieren.

Menschen jeden Alters können von der narrativen Psychologie profitieren, indem sie ihre eigene Lebensgeschichte besser verstehen und ausarbeiten. Dabei geht es nicht darum, was objektiv wahr ist, sondern vielmehr darum, was man daraus gewinnen kann.

Geschichten lassen sich verkaufen

Storytelling ist ein weit gefasster Begriff, der eine Vielzahl von Anwendungen und Definitionen umfasst. Die wichtigsten haben wir in diesem Beitrag hervorgehoben.

Um deine Erzählungen zu stärken, solltest du dich an Orten inspirieren lassen, an denen du noch nie gewesen bist.

Storytelling wird heute in einer Vielzahl von Bereichen und Unternehmen eingesetzt. In der Kunst, im Journalismus, im Bildungswesen und im Marketing- und Werbesektor werden Geschichten genutzt, um Informationen zu vermitteln. Das solltest du auch!

Geschichten eignen sich hervorragend, um Menschen zu emotionalisieren, zu motivieren und zu binden, da Geschichten einzigartige Eigenschaften besitzen.

Indem du deine Botschaft mit Geschichten zugänglicher und einprägsamer machst, werden deine Inhalte effektiver vermittelt. Somit erreichst du deine Zielgruppen viel besser!