Suchmaschinenoptimierung (SEO) – längst nicht mehr wegzudenken!

Ganz egal, in welcher Branche Waren oder Dienstleistungen verkauft werden sollen: Ohne gute Sichtbarkeit im Netz geht heute nichts mehr!

Im Folgenden werden die wichtigsten Grundlagen zu SEO vorgestellt.

  1. SEO – Was ist das?
  2. Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung?
  3. Welchen Nutzen bringt SEO?
  4. Für wen ist es geeignet?
  5. SEO im Jahr 2021: Der state of the art
  6. Der Start für dein SEO
  7. Wie viel Zeit braucht Suchmaschinenoptimierung?
  8. Was unterscheidet SEO und SEA?
  9. Sollte man SEO selbst machen – oder doch eine Agentur?
  10. Zusammenfassung

1. SEO – Was ist das?

SEO – kurz für „Search Engine Optimization“ – lässt sich übersetzen mit „Suchmaschinenoptimierung„. Dabei geht es darum, den eigenen Internetauftritt so zu gestalten, dass er bei Suchaufträgen möglichst weit oben in der Liste der Ergebnisse steht.

Auf diese Weise wird eine Webpräsenz von mehr Menschen gefunden und besucht – Menschen, die dann im Idealfall zu Kunden werden.

Mit einem Marktanteil von über 90 Prozent ist Google eindeutig die wichtigste Suchmaschine in Deutschland. Wer also hier Menschen über das Internet erreichen will, muss seine Webpräsenz an die „Vorlieben“ von Google anpassen.

Neben den normalen Suchmaschinen gibt es auch Sonderformen, auf die man sich unter Umständen spezialisieren sollte, falls es zur Branche passt. Beispiele sind Bildersuche, Videosuche, Nachrichtensuche oder sogenannte vertikale Suchmaschinen (beispielsweise Online-Reiseagenturen).

SEO zielt darauf ab, in der Liste der organischen Suchergebnisse – den sogenannten SERP (Search Engine Result Pages) – möglichst weit oben zu stehen. „Organisch“ nennt man diese Ergebnisse deshalb, weil es sich hierbei nicht um bezahlte Werbung handelt, sondern der Interessent eigenständig eine Suchanfrage gestellt hat.

Allgemein wird zwischen Onpage-SEO und Offpage-SEO unterschieden. „Onpage“ betrifft die Website selbst, zum Beispiel Text, Bilder, Videos, Design, Ladegeschwindigkeit usw.

„Offpage“ meint hingegen alles, was indirekt mit der Website zu tun hat, etwa Verlinkungen (Backlinks) von anderen Websites und unter Umständen auch Erwähnungen in Sozialen Medien.

Es gibt auch bezahlte Werbung im Zusammenhang mit Suchmaschinen. Dieser Bereich nennt sich SEA und wird in einem späteren Kapitel behandelt.
SEO und SEA bilden gemeinsam das weite Feld des Suchmaschinenmarketings.

2. Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung?

Keywords

Das Wichtigste beim SEO sind sogenannte Keywords. Das sind Schlagwörter, die Internetnutzer bei der Suchanfrage verwenden. Grundsätzlich kann jedes Wort ein Keyword sein.

Es kommt darauf an, wie oft Interessenten es eingeben.

Um im Internet sichtbar zu sein, muss man solche Keywords in sinnvollem Zusammenhang auf der eigenen Website einbauen, sodass sie von der Suchmaschine erkannt werden.

Natürlich sollte man jeweils nur solche Keywords verwenden, die thematisch zu den Inhalten der Website passen.

Es gibt zahlreiche Programme, die anzeigen, welche Keywords aktuell besonders oft bei Suchen verwendet werden (also ein hohes Suchvolumen haben).

Suchmaschinen wie Google bemühen sich, ihren Kunden das schnellste und beste Ergebnis für eine Suchanfrage zu liefern.

Denn wenn die Kunden zufrieden sind, nutzen sie die Suchmaschine in Zukunft wahrscheinlich erneut.

Das wiederum bedeutet, dass die Suchmaschinenbetreiber weiterhin Platz für Werbung in ihrem Programm verkaufen können.

Wie Google die Welt sieht

Das Internet ist so voll mit Inhalten, dass bei einer Anfrage die Suchmaschine eine Auswahl treffen muss.

Das erledigt ein Algorithmus, ein intelligentes Programm, das ständig weiter dazulernt. Es sortiert Websites unter anderem anhand der folgenden Kriterien:

  • Inhalt (englisch: Content – Qualität und Expertise müssen geboten werden, der Inhalt muss für die Suchanfrage relevant sein)
  • Nutzersignale (Verweilt der Nutzer lange auf der Seite oder kehrt er schnell wieder zu den Google-Suchergebnissen zurück?)
  • Rückverweise (englisch: Backlinks – Verweise von anderen Websites auf die eigene Internetpräsenz)
  • Sicherheit der Website (werden HTTPS-Verschlüsselung und Safe browsing genutzt?)
  • Handytauglichkeit (englisch: Mobile phone suitability– Wird die Website gut auf Smartphones dargestellt?)
  • Core web vitals (von Google neu eingeführte Kennzahlen, die die Nutzerfreundlichkeit messen)

Früher musste man für gewöhnlich seine neue Internetadresse (URL) bei einer Suchmaschine anmelden.

Daraufhin hat diese ein Programm gestartet (den sogenannten Webcrawler), das die Website analysiert und dann in die Liste dieser Suchmaschine aufnimmt (Indexing).

Heute ist eine Anmeldung eigentlich nicht mehr nötig, da die Suchmaschinen neue Websites selbstständig und schnell finden. Allerdings ist es trotzdem ratsam, eine neue Internetpräsenz bei Tools wie Google search console oder Bing webmaster tools anzumelden.

Denn diese Tools liefern Berichte zu Suchanfragen und helfen dabei, die Sichtbarkeit von Websites zu verbessern.

Google hat allgemeine Richtlinien für Webmaster veröffentlicht. Sie sollen sicherstellen, dass Websites leichter von den Google-Programmen gefunden (Crawling) und gelistet werden (Indexing) und auf diese Weise letztlich auch besser in den Suchergebnissen platziert werden (Ranking).

Der schwarze Hut: „Böse“ Suchmaschinenoptimierung

Google benennt in seinen Qualitätsrichtlinien auch SEO-Methoden, die zu unterlassen sind. Sie werden als Suchmaschinen-Spamming bezeichnet. Gemeint sind alle Methoden, mit denen das Ranking einer Website manipuliert wird.

Wer solche Methoden einsetzt, muss damit rechnen, dass die Sichtbarkeit der Website auf Dauer verringert wird oder die Website sogar ganz aus dem Google-Index verschwindet.

Allerdings ist es in aller Regel möglich, diese Strafen durch Google wieder aufzuheben. Dazu muss man zunächst einmal den Grund für die Abstrafung beheben.

Anschließend stellt man in der Google search console einen Antrag auf erneute Überprüfung (Reconsideration Request). Das ist jedoch nur nötig, wenn die Strafe durch Google manuell verhängt wurde, also die Entscheidung eines Menschen war (man bekommt dann eine entsprechende Benachrichtigung).

Falls die Bestrafung automatisiert durch den Google-Algorithmus erfolgt ist, braucht man nichts weiter zu tun, nachdem man das Suchmaschinen-Spamming von der Website entfernt hat.

Der Algorithmus bemerkt dies automatisch und stuft die Website entsprechend neu ein.

Umgangssprachlich bezeichnet man von Google gebilligte SEO-Methoden auch als White hat SEO. Suchmaschinen-Spamming wird hingegen Black hat SEO genannt.

Hier einige Beispiele für unerlaubtes Linkbuilding als Teil des Suchmaschinen-Spammings:

  • Linkfarmen (hier werden private Blognetwerke aufgebaut, oft mithilfe von Expired Domains – das sind Internetadressen, die gerade erst wieder freigeworden sind und auf die deshalb noch alte Links verweisen)
  • Linkkauf (unter anderem auch Vergütung mit Produkten oder per Sponsoring)
  • Linktauschprogramme (Linktausch im kleinen Stil ist meist erlaubt)
  • Teilnahme an Gastartikelnetzwerken (auch hier gilt: im kleinen Rahmen ist es durchaus zulässig)
  • Automatisiertes Linkbuilding über Forenprofile, Blogkommentare usw.

Auch diverse Methoden im Bereich Onpage-SEO gehören zum Suchmaschinen-Spamming, zum Beispiel die folgenden:

  • verborgener Text
  • Brückenseiten (Für Suchmaschinen optimierte Websites, die den Besucher auf eine andere Internetpräsenz weiterleiten)
  • verborgene Links
  • Keyword-Stuffing (übermäßiger Gebrauch von Schlagwörtern)
  • automatisch generierte Inhalte
  • kopierte Inhalte (englisch: Duplicate content)
  • Große Anzahl von Websites mit sehr geringem Inhalt
  • Missbrauch von Rich-snippet-markup

Darüber hinaus gibt es noch weitere, unerlaubte SEO-Methoden. Hier drei Beispiele:

  • Irreführende Weiterleitungen
  • Affiliate-Marketing ohne echten Mehrwert
  • Cloaking (Websites „tarnen“ sich, stellen sich also dem Nutzer anders dar als der Suchmaschine)

Von Meisterhand: Der SEO-Manager

Bei richtiger Handhabung kann SEO sehr viel bewirken, ist aber auch aufwendig.

Darum ist es oft sinnvoll, jemanden zu beschäftigen, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt: einen SEO-Manager.

Die Aufgaben eines solchen Managers sind vielfältig und umfassen unter anderem…

  • Entwicklung einer SEO-Strategie
  • Keyword-Recherche (englisch: Keyword research)
  • Technische Optimierung (auch: Onsite-Optimierung, englisch: Technical SEO)
  • Onpage-Optimierung (englisch: On-page optimization)
  • Konkurrenzanalyse und Reverse-Engineering
  • Linkaufbau (englisch: Linkbuilding)
  • Entwicklung einer Content-Marketing-Strategie
  • Management des Content-Marketings

3. Welchen Nutzen bringt SEO?

SEO bedeutet durchaus Aufwand, ist aber im Erfolgsfall die Zeit und Kosten durchaus wert. Hier sind 5 Gründe, die für Suchmaschinenoptimierung sprechen.

SEO ist die beste Möglichkeit für Marketing im Internet.

Laut einer Studie der SEO-Agentur BrightEdge ist über die Hälfte des Verkehrs im Internet (englisch: Traffic) auf Anfragen in Suchmaschinen zurückzuführen (organische Suche).

Bei Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (englisch: Business to business / B2B) machen organische und bezahlte Suche zusammen sogar mehr als drei Viertel aller Besucher der Websites aus.

Das ist auch wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Suchmaschinen in den letzten Jahren extrem dazugelernt haben. Internetnutzer erhalten immer häufiger die passenden Ergebnisse für ihre Suchanfragen.

Was bedeutet das nun für Unternehmen, die mithilfe von SEO erfolgreicher werden wollen?

  • Content Marketing: Unternehmen sollten auf ihren Websites gute Inhalte anbieten. Internetnutzer wünschen sich informative, unterhaltsame und „gehaltvolle“ Beiträge. Wenn sie auf einer Website einen Mehrwert vorfinden, bleiben sie länger auf dieser Seite, kommen häufiger wieder und werden häufiger zu Kunden.
  • Datenbasierte Content-Strategien: Für den größtmöglichen Erfolg sollten Unternehmen ihre Veröffentlichungen sowie die Umstände der Veröffentlichung (Kanal, Wochentag und Uhrzeit, Intervall) genau planen und auf diese Weise eine langfristige und für das Unternehmen individuell angepasste Content-Strategie entwickeln.
  • Datenanalyse: Unternehmen sollten in die Analyse von Daten investieren. Das Verhalten von Interessenten und Kunden im Internet muss protokolliert und ausgewertet werden. Nur so können Unternehmen ihre Suchmaschinenoptimierung sinnvoll koordinieren.

SEO steckt im deutschsprachigen Raum immer noch in den Kinderschuhen!

Jetzt besteht noch die Chance, schneller zu sein als die Konkurrenz. Mit einer gut koordinierten SEO-Strategie kann man so manchem Wettbewerber zuvorkommen. Das gilt übrigens auch für Firmen, die sich eigentlich bereits am Markt etabliert haben. Auch sie können abgehängt werden und sollten das Potenzial von SEO besser frühzeitig für sich nutzen.

SEO zahlt sich aus – vor allem dann, wenn man es auf Seite 1 der Suchergebnisse schafft!

Unternehmen, die sich unter den ersten angezeigten Treffern einer Suche befinden, dürfen sich über einen Vertrauensvorschuss freuen. Zwar weiß der Interessent nicht, wie die Suchmaschine die Ergebnisse auswählt – doch er geht vielfach davon aus, dass sie „gute Gründe“ für ihre Wahl gehabt hat.

SEO kann Kunden und Interessenten in unterschiedlichen Phasen des Kaufvorgangs erreichen.

Vom ersten, vagen Bedürfnis bis zur letzendlichen Kaufentscheidung – Bis ein Interessent tatsächlich Kunde wird, ist es oft ein langer Weg (englisch: customer journey). Unternehmen können hierbei von SEO profitieren, denn auf diese Weise bringen sie sich bereits früh ins Spiel. Wer Aufmerksamkeit hat, wird bei den Erwägungen von Anfang an miteinbezogen und geht nicht in der Masse der Mitbewerber unter. Die Customer journey wird allgemein in 3 Phasen unterteilt:

Awareness – Der Interessent bemerkt bei sich ein bestimmtes Bedürfnis und wird aktiv (sucht zum Beispiel mithilfe einer Suchmaschine im Internet).
Consideration – Der Interessent informiert sich über Angebote und vergleicht.
Decision: Die Kaufentscheidung – das, worauf alles Vorherige hinausläuft. Der Interessent konvertiert und wird zum Kunden!

Wenn SEO ideal funktioniert, ist ein Unternehmen während all dieser Phase für den Interessenten präsent!

SEO wirkt nachhaltig!

Zugegeben: Der Erfolg durch SEO stellt sich in der Regel nicht sofort ein. Doch mit etwas Geduld und einer langfristigen Strategie ist es möglich, sogar auf Dauer unter den obersten Suchergebnissen zu sein. Teilweise belohnen Suchmaschinen Investitionen in SEO über Jahre mit einem guten Ranking.

Das Potenzial von Suchmaschinenoptimierung ist deutlich größer als das von sogenanntem kaltem Marketing. Zwar bedeutet SEO zunächst oft eine erhebliche Investition, doch das kann sich durchaus lohnen, denn häufig ist die Rendite langfristig sehr hoch (es gibt also einen großen Return on Investment oder ROI).

Doch wie genau funktionieren gutes SEO und gutes Content Marketing?

    • Man sollte Inhalte bieten, die die gesamte customer journey begleiten.
    • Die Inhalte müssen zu den Vorstellungen des Suchenden passen (der sogenannten Suchintention).
    • Der vorhandene Inhalt (Content) sollte mithilfe von bekannten Influencern beworben werden.
    • Die Nutzererfahrung (englisch: User experience – auch: UX) auf der Website muss optimiert werden.
    • Bedürfnisse und Wünsche des Kunden sollten in jeder Hinsicht im Mittelpunkt stehen (Nutzerzentrierung).
    • Die SEO-Strategie sollte auf Analysedaten basieren.

Unternehmen, die diese Punkte 12 Monate lang konsequent umsetzen und Durchhaltevermögen beweisen, können vielfach ein langfristig höheres Besucheraufkommen auf ihrer Website verzeichnen (mehr Traffic).

Letztlich sollte alles dafür getan werden, um sich bei der Zielgruppe als Marke zu etablieren. Doch es ist nicht allein eine Frage von Werbung.

Vielmehr ist klar: Am Ende setzt sich die Marke durch, die am besten zu den Wünschen des Kunden passt!

4. Für wen ist SEO geeignet?

Obwohl Suchmaschinenoptimierung oft sehr viel ausrichten kann, ist sie auch kein unschlagbares Wundermittel. Es gibt Fälle, in denen das Potenzial nicht sehr groß ist und in denen sich deshalb der Aufwand nicht lohnt.


Bereiche, in denen sich SEO in aller Regel auszahlt:

  • Hochpreisige Dienstleistungen (Makler, Berater, Agenturen usw.)
  • Der Großteil der Onlineshops
  • Unternehmen, die sich auf einen lokalen Markt beschränken

Bereiche, in denen jeweils zu prüfen ist, ob SEO sinnvoll ist:

  • Der klassische Business-to-Business-Bereich (B2B): Hier läuft viel über persönliche Kontakte. Es gibt durchaus Unternehmen, für die sich SEO wirtschaftlich nicht auszahlt.
  • Onlineshops mit kleiner Produktpalette: Hier kann auch Suchmaschinenoptimierung kaum dabei helfen, sich gegen Konkurrenz mit größerem Sortiment durchzusetzen. Die meisten Internetnutzer stöbern und vergleichen nämlich gern.
  • Ein Nischenbereich, der hart umkämpft ist: Wenn es nur wenige Suchanfragen gibt, heißt das, es gibt auch nur wenig potenzielle Kunden. Wenn es gleichzeitig viel Konkurrenz gibt, ist SEO womöglich eine teure Investition, die keine Verbesserung bringt.

Wann lohnt sich SEO?

Wie aber lässt sich feststellen, ob im Einzelfall SEO eine Investition wert ist? Zunächst einmal muss herausgefunden werden, wie groß die Nachfrage nach Keywords ist, die zu den eigenen Produkten oder Dienstleistungen passen.

Wichtig ist hier unter anderem das Suchvolumen (wieviele Menschen suchen nach diesen Keywords?). Außerdem spielt auch der Preis pro Klick (englisch: CPC – Cost per click) eine wichtige Rolle.

Das ist der Preis, den andere Unternehmen für jeden Klick bezahlen, den sie durch eine Werbeanzeige gewinnen. Das ist zwar eigentlich kein SEO, sondern SEA – denn es handelt sich um bezahlte Werbung, nicht um Suchmaschinenoptimierung.

Aber es ist trotzdem wichtig bei der Planung einer SEO-Strategie. Der CPC zeigt gewissermaßen den aktuellen „Gegenwert“ eines Keywords.

Anders gesagt: Wenn niemand viel bezahlen will, um die fraglichen Keywords in Werbeanzeigen zu bringen, lässt das darauf schließen, dass diese Keywords nicht viele Kunden anlocken.

Generell ist es immer sinnvoll, sich auch das Verhalten der Konkurrenz anzuschauen.

Es geht sicherlich nicht darum, einfach alles zu imitieren – aber wenn viele Wettbewerber konsequent eine bestimmte Strategie verfolgen, ist das Grund genug, diese Strategie auch selbst abzuwägen.

5. SEO im Jahr 2021: Der state of the art

Wirkungsvolle Methoden für ein besseres Ranking bei Google

Die Grundlagen für SEO sind nun also bekannt. Aber wie genau bringt man den Google-Algorithmus dazu, die eigene Website in den Suchergebnissen höher und höher zu schieben?

Hier kann freilich nur ein erster Überblick gegeben werden. Doch richtig angewandt können bereits die folgenden 4 Methoden das Ranking deiner Internetpräsenz deutlich verbessern.

Hochwertiger Content

Es klingt banal – und sollte selbstverständlich sein:

Gehaltvolle und liebevoll aufbereitete Inhalte sind Trumpf!

Tatsächlich aber war es noch nie so leicht wie heute, einen Artikel, einen Blog, eine ganze Website in kürzester Zeit mit inhaltlich dünnem, stilistisch schlechtem Content anzufüllen.

Und wie ein kurzer Blick ins Web zeigt, wird von dieser Möglichkeit auch durchaus Gebrauch gemacht! Doch das sollte nicht zur Nachahmung anregen.

Auch wenn die Versuchung groß ist, durch eine schnelle und generische Arbeitsweise Zeit und zunächst auch Geld zu sparen: So etwas bringt keinen längerfristigen Erfolg. Weder Nutzer noch Suchmaschinen belohnen ein solches Vorgehen – im Gegenteil!

Das Ziel von Content-Erstellung sollte deshalb immer darin bestehen, dauerhaft hochwertigen und gefragten Inhalt zu produzieren (sogenannten Evergreen-Content).

Was aber ist guter Content im Einzelnen?

Folgendes sollte gegeben sein:

  • Korrekte Informationen, dazu seriöse Quellen
  • Aktualität
  • Vollständigkeit – oder aber interne Verlinkungen zu anderen Beiträgen, die in sinnvollem Zusammenhang stehen
  • eine Länge, die für die Suchanfrage angemessen is
  • ein Inhalt, der die Absicht hinter der Suche des Nutzers (Suchintention) möglichst vollständig erfüllt

Content-Design

Auch der beste Content wird eher ignoriert werden, wenn er nicht hochwertig gestaltet und aufbereitet ist.

Konkret bedeute das beispielsweise, einen leichten, angenehmen Lesefluss zu ermöglichen, indem…

  • die Absätze in der Regel sehr kurz sind
  • jeder Satz klar und präzise ist und keine Fehler enthält
  • der Text insgesamt in Bezug auf Verständlichkeit optimiert ist
  • die Inhalte mit Tabellen, Schaubildern, Fotos, Videos usw. veranschaulicht werden

Es lohnt sich, hier viel Zeit und Mühe zu investieren. Schließlich wird der überwiegende Teil der Leser eine unbefriedigende Lektüre eher frühzeitig abbrechen, statt sich mühsam bis zum Ende des Textes durchzuquälen.

Autorität

Google platziert eine Website nur dann oben in den Suchergebnissen, wenn es diese als vertrauenswürdig und somit empfehlenswert beurteilt.

Das entsprechende Update nannte sich EAT, kurz für Expertise, Authority, Trustworthiness (zu Deutsch: Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit).

An dieser Stelle soll es um die Autorität gehen: Was versteht eine (Such)Maschine darunter? Nun, vor allem erwartet sie, dass eine Website ein solides Netzwerk aus Rückverweisen (Backlinks) vorweisen kann.

Es müssen also andere, möglichst seriöse und bekannte Websites auf die eigene Website verweisen!

Da es sich dabei gewissermaßen um Empfehlungen handelt, ist von enormer Bedeutung, um was für Websites es sich handelt.

Qualität ist hier eindeutig wichtiger als Masse! Eine große Anzahl von Rückverweisen ist wertlos, wenn die dazugehörigen Websites eine schlechte Reputation haben. Das wird auf Dauer mehr schaden als nutzen!

Es ist auch nicht zu empfehlen, sich Backlinks zu kaufen oder sonstwie zu erschleichen. Bis Google ein solches Verhalten erkennt und abstraft, ist es lediglich eine Frage der Zeit!

Gekaufte Backlinks haben zudem den Nachteil, dass kein echtes Netzwerk im Sinne von Linkbuilding aufgebaut wird.

Die Rückendeckung besteht nur, solange Geld fließt. Stellt man die Zahlungen ein, fallen die Rückverweise schlagartig weg.

Bis du das dann schließlich wieder durch eigenes Linkbuilding ausgeglichen hast, braucht es sehr viel Zeit und Mühe!

Technische Voraussetzungen

Der beste Content kann den Leser nicht begeistern, wenn die Website in technischer Hinsicht unzureichend ist.

Die technische Performance einer Website zu verbessern, bezeichnet man als Technical SEO.

Hier sind einige Anregungen, wie das aussehen kann:

  • Mobile first! Inhalte immer für mobile Endgeräte optimieren (Handys, Tablets)
  • Sicherheit: Ein HTTPS-Zertifikat sollte verwendet werden. Das erhöht die Sichtbarkeit.
  • URLs sollten kurz und leicht zu merken sein („sprechende URLs“). Das ist besser als die automatisch erstellten, die bestenfalls nichtssagend sind, schlimmstenfalls frustrierend.
  • Ladezeiten (page speed): Nutzer springen eher ab, wenn die Website lange lädt. Das lässt sich unter anderem durch Optimierung von Dateigrößen beheben (Bilder, Videos). Eine Möglichkeit, die Ladezeit einer Website zu messen, bietet das Tool PageSpeed Insights von Google.

6. Der Start für dein SEO

Du hast bis hierhin gelesen und willst nun am liebsten sofort dein eigenes SEO beginnen? Dann erfahre jetzt, wie du mit diesen 6 Schritten sofort einen guten Start hinlegst!

Keywordrecherche

Suchmaschinenoptimierung ist ohne Keywords nicht vorstellbar! Deshalb solltest du in diesem Bereich alles richtig machen und dir ausreichend Zeit für die Keywordrecherche nehmen.

Es gibt viele Keyword-Tools, die dir dabei eine Hilfe sind und die es obendrein oft auch kostenlos gibt. Es ist enorm wichtig, dass du die richtigen Keywords für deine Kampagne findest und sie sinnvoll einsetzt.

Dabei solltest du auch auf die Unterscheidung zwischen informativen und kommerziellen Keywords achten. Was es damit auf sich hat, erfährst du im nächsten Abschnitt.

Suchintention

Wenn du ausreichend Keywords für deine Kampagne gefunden hast, solltest du dich fragen, wer deine Durchschnittskunden sind und was sie sich wünschen. Wie sieht dementsprechend ihre Suchintention aus?

Anders gesagt: Weshalb suchen sie im Netz nach diesen Keywords? Immer dann, wenn etwas gegen Geld angeboten wird, spricht man von kommerziellen Keywords (die Interessenten haben eine Kaufintention).

Wenn du zum Beispiel einen Online-Shop betreibst, verwendest du kommerzielle Keywords, um SEO für deine Produkte zu machen.

So weit, so klar. Daneben gibt es allerdings noch informative Keywords. Sie sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.

Zwar führen sie selbst nicht direkt zu einem Geschäftsabschluss, können aber trotzdem indirekt äußerst nützlich sein.

Wenn du zum Beispiel zusätzlich kostenlos Informationen gibst – etwa zur Pflege oder zum richtigen Einsatz deiner Produkte, werden womöglich auch solche Nutzer auf dich aufmerksam, die zunächst gar nichts kaufen wollen.

Sie suchen stattdessen im Netz nach Tipps zum richtigen Umgang mit Produkten, wie zum Beispiel du sie verkaufst.

Wenn du hierzu wertvolle Informationen gibst und gut aufbereitest, kommen diese Interessenten erneut auf deine Website – und kaufen dann womöglich etwas!

Um dir über die Suchintention deiner möglichen Kunden klarzuwerden, ist es meist sinnvoll, Buyer Personas zu erstellen. Das sind virtuelle Abbildungen deiner Zielgruppe

Sie können eine große Hilfe sein, wenn es darum geht, herauszufinden, für wen du eigentlich schreibst! 

Nochmal in Kurzform: Für erfolgreiches SEO darfst du dich nicht an einen fiktiven Idealkunden wenden.

Versuche stattdessen, so nah wie möglich an den echten Menschen und ihren Bedürfnisse zu sein.

Wichtig ist auch, dass du neben kommerziellen auch informative Keywords anbietest und hierzu Mehrwert lieferst. Das wird sich auf jeden Fall für dich bezahlt machen!

Aufbau deiner Website

Der Aufbau deiner Website sollte möglichst übersichtlich und intuitiv verständlich sein. Denn so finden sich sowohl menschliche Nutzer als auch der Googlebot darauf gut zurecht.

Ähnlich wie bei der Keywordrecherche ist es hier sinnvoll, zunächst ein bisschen Zeit zu investieren und eine durchdachte Struktur für deine Website zu erstellen. Wichtig ist, dass du vorher Keywords und Suchintention geklärt hast.

Diese Zeit sparst du später leicht wieder ein, weil du keinen umständlichen und unvorteilhaften Aufbau ausbessern musst (indem du zum Beispiel Weiterleitungen einrichtest).

Es gibt auch hier wieder etliche Tools. Sie liefern dir Visualisierungen vom Aufbau deiner Website und helfen auf diese Weise bei der Planung. Gute Tools sind beispielsweise Bubbl.us und Flowmapp.

Gute SEO-Texte

Gutes SEO ohne gute Texte ist kaum möglich. Deshalb sollte der Textarbeit einige Zeit eingeräumt werden.

Schreibe dabei suchmaschinenoptimiert und nutzerzentriert! Das heißt: Selbstverständlich müssen deine Keywords im Text vorkommen. Aber auf keinen Fall solltest du sie einfach in großer Zahl hineinstopfen!

Die Zeit, in der diese Art von SEO Erfolg versprach, ist lange vorbei! Solche Texte wollten die Nutzer garantiert schon damals nicht lesen – und inzwischen straft auch Google eine solche Vorgehensweise nur noch ab.

Schreibe also möglichst für deine Zielgruppe und gehe dabei auf ihre Suchintention ein. Wenn du das richtig anstellst, sollten die Keywords „auf natürliche Weise“ den Weg in den Text finden. 

Damit du beim Schreiben das, was die Nutzer wirklich interessiert, möglichst nicht verfehlst, helfen dir Keyword-Tools wie beispielsweeise SEMrush oder Ahrefs.

Mit ihnen siehst du, wonach Menschen im Web tatsächlich suchen! 

Gute Google Snippets

Ein sogenanntes Google Snippet – oder allgemeiner: Rich Snippet – ist ein kleiner Ausschnitt einer Website, der dem Nutzer bereits in den Suchergebnissen angezeigt wird.

Er besteht immer aus einer Titelzeile (Title Tag) und einer kurzen Beschreibung (Meta Description).

Das Ziel dabei ist klar: Der Nutzer soll auf einen Blick erfahren, worum es in deinem Beitrag geht und weshalb er sich deine Website unbedingt genauer anschauen muss!

Rich Snippets sind ungemein wichtig. Du hast aber immer nur wenig Platz. Darum mussst du unbedingt sofort auf den Punkt kommen und das Interesse des Lesers wecken.

Gleichzeitig darf es aber auch nicht zu reißerisch sein oder unrealistische Erwartungen wecken.

Wenn du einen Text schreibst, wird dir das entsprechende Programm meist ein BeispielSnippet anbieten. Davon solltest du allerdings keinen Gebrauch machen!

Diese automatisch generierten Snippets sind kein gleichwertiger Ersatz für selbstverfasste Texte.

Gute Snippets brauchen Zeit, aber die Arbeit lohnt sich!

Dein Hauptkeyword sollte enthalten sein, am besten auch noch andere deiner Keywords.

Inhalte ins Netz stellen

Hast du schließlich guten Content produziert, musst du ihn nur noch auf deine Website stellen.

Auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass du regelmäßig neuen Content hochladen solltest. Qualität ist dabei allerdings ganz klar wichtiger als Quantität!

Für eine gute Übersicht solltest du einen Redaktionsplan anlegen – und zwar möglichst direkt von Anfang an!

Zu Beginn erscheint dir das vielleicht noch nicht so dringend notwendig.

Es wird sich aber mit der Zeit ganz sicher bezahlt machen – nämlich dann, wenn deine Website schon einige Zeit online ist und sich mehr und mehr mit Inhalt füllt.

Jetzt noch den Überblick zu behalten, ist entscheidend!

Ein Redaktionsplan hat mehrere Vorzüge:

  • Überblick darüber, welche Keywords und Themen noch fehlen
  • doppelten Inhalt (duplicate Content) vermeiden
  • Überblick darüber, welche alten Beiträge aktualisiert werden sollten

Wenn du bereits längere Zeit mehrere Texte online hast, solltest du unbedingt auch darauf achten, welcher von ihnen am beliebtesten ist. Dann versuche, herauszufinden, was du dabei richtig gemacht hast (Content-Audit) – und wiederhole das!

7. Wie viel Zeit braucht Suchmaschinenoptimierung?

Erfolgreiches SEO braucht es Zeit – um nicht zu sagen: Geduld! Denn meist dauert es eine Weile, bis sich die ersten sichtbaren Ergebnisse feststellen lassen.

Und auch diese ersten Resultate sind dann noch nicht mit echtem Erfolg gleichzusetzen. Der lässt noch länger auf sich warten.

Wie lang das Ganze dauert, hängt dabei – neben vielem anderen – auch von der Größe deines Projekts ab:

Hast du schon eine etablierte Website und ein fertiges Netzwerk aus Backlinks, wird das den Prozess beschleunigen. Du musst dann in der Regel etwa 3 – 6 Monate bis zu den ersten Ergebnissen einkalkulieren.

Gibt es deine Website jedoch erst seit Kurzem, braucht alles etwas länger. Du stellst dich dann besser auf 9 – 12 Monate ein.

Konkret bedeutet das: Ein und derselbe Text kann viel Erfolg haben oder wenig. Auf welcher Website er veröffentlicht wird, spielt eine wichtige Rolle

Wenn eine Website schon auf eine gewisse „Karriere“ im Netz zurückblicken kann, wird sich ein Text dort besser machen als bei jemandem, der gerade seinen zweiten, kurzen Blogbeitrag einstellt.

Darüber hinaus gilt:

SEO ist niemals wirklich abgeschlossen. Es lässt sich immer noch etwas umschreiben, aktualisieren, optimieren! Sei dir sicher: Der Wettbewerb geht so vor – deshalb solltest du es auch!

8. Was unterscheidet SEO und SEA?

Was ist SEA?

SEA! Ein Begriff, der ähnlich klingt wie „SEO“ – aber eben doch nicht so ganz. Du denkst, dass es vielleicht auch hierbei irgendwie um Suchmaschinen geht? Richtig gedacht! 

SEA ist kurz für das englischeSearch Engine Advertising“ – auf Deutsch etwa so viel wie „Suchmaschinenwerbung„.

Im Gegensatz zu Suchmaschinenoptimierung handelt es sich hierbei also um bezahlte Werbung, die dem Nutzer im Zusammenhang mit Suchmaschinen angezeigt wird.

SEO und SEA haben beide jeweils ihre Vor- und Nachteile. Zunächst mal das vermutlich Naheliegendste:

Bezahlte Werbung bringt dir innerhalb von sehr kurzer Zeit Sichtbarkeit im Netz. Aber sobald du nicht mehr zahlst, hört es genauso schnell auch wieder auf!

Hier liegt die große Stärke von SEO. Zwar muss man sich dabei oft lang gedulden (wie du schon aus dem letzten Kapitel weißt).

Ist der Erfolg dann aber schließlich da, ist er umso nachhaltiger. Du selbst hast ihn dir erarbeitet. Du weißt, wie du so weit gekommen bist.

Wenn du dein SEO richtig betreibst, wird der Aufwand am Anfang zwar sehr groß sein, später aber mehr und mehr abnehmen, bis deine Website irgendwann „fast wie von selbst“ eine gute Position in den Suchergebnissen hält.

Mit SEA kannst du zwar schneller durchstarten, dafür musst du aber auch kontinuierlich Geld auf den Tisch legen. Wenn es damit einmal vorbei ist, bist du wieder an den Anfangspunkt zurückgeworfen

Hier noch einmal die Vorzüge und Nachteile von SEO und SEA in der praktischen Gegenüberstellung!

Vor- und Nachteile

Suchmaschinenoptimierung (SEO):

Vorteile:

  • nachhaltiger Erfolg
  • großer Erfolg möglich (exponentielles Wachstum – „Schneeballsystem„)
  • erfordert nicht unbedingt immer ein festes Budget (wobei der Aufwand durchaus hoch ist – gerade am Anfang)

Nachteile:

  • viel Know-How nötig
  • viel Aufwand zu Beginn
  • gute Kenntnis der Zielgruppe nötig
  • für kurzfristigen Erfolg kaum geeignet.

Suchmaschinenwerbung (SEA):

Vorteile:

  • schneller Erfolg
  • Zielgruppe kann sehr genau adressiert werden.
  • Strategien lassen sich hiermit gut ausprobieren.
  • Erfolg ist sehr gut messbar.

Nachteile:

  • Erfolg ist dauerhaft weg, sobald Zahlungen ausbleiben.
  • Je nach Themengebiet und Nische sehr teuer

SEO oder SEA?

Falls du dich jetzt fragst, ob du lieber auf SEO oder auf SEA setzen solltest – die Antwort kann nur lauten: Mach beides

Es kommt natürlich darauf an, wie dein Unternehmen bislang aufgestellt ist und ob bezahlte Werbung zu deinem Budget und deinen Ambitionen passt. Falls du es dir aber erlauben kannst, solltest du auf jeden Fall von beidem Gebrauch machen und die jeweiligen Vorteile kombinieren.

Richtig eingesetzt, können sich SEO und SEA nämlich gegenseitig verstärken: SEA beschert dir schnelle Aufmerksamkeit, die du später mit einer gut vorbereiteten SEO-Kampagne aufgreifst.

Für die Erstellung dieser Kampagne nutzt du die Daten, die dir das SEA liefert. Auf diese Weise erfährst du Wichtiges über deine Zielgruppe und holtst aus den Kosten für die Suchmaschinenwerbung das Maximum heraus!

9. Sollte man SEO selbst machen – oder doch eine Agentur?

Sollte man Suchmaschinenoptimierung an Profis abgeben oder lieber selbst in die Hand nehmen? Eine schwierige Frage, die sich eigentlich pauschal kaum beantworten lässt.

Es ist aber in jedem Fall sinnvoll, sich über Kosten und Zeitaufwand einen Überblick zu verschaffen.

Denn von beidem solltest du nicht zu wenig investieren:

  • Befasst du dich als Amateur nur oberflächlich mit SEO, wird das Resultat entsprechend kläglich sein.
  • Setzt du dir ein zu kleines Budget und engagierst eine unseriöse Agentur mit zweifelhafter Preispolitik, werden die Ergebnisse ebenfalls nicht in deinem Sinne sein.

Du kannst also nicht an beiden Enden sparen!

SEO-Agentur beauftragen

Vielleicht noch ein paar Eckdaten zur Arbeitsweise einer seriösen SEO-Agentur:

  • Landing Page: Text recherchieren und schreiben (zwischen 6 und 8 Stunden)
  • ca. 30 Kontakte für Gastartikel akquirieren, Themen recherchieren, Webmaster kontaktieren (zwischen 10 und 14 Stunden)
  • Content auf Website einstellen, intern verlinken, passende Bilder recherchieren etc. (zwischen 1 und 2 Stunden)
  • 2 Gastartikel schreiben, um Backlinks zu generieren (zwischen 8 und 10 Stunden)

Allein diese 4 Aufgaben bedeuten dann schon ein Aufwand von 25 Arbeitsstunden.

Selbst, falls eine Agentur nur einen Stundesatz von 60 – 100 € hat, wären das trotzdem bereits zwischen 1.500 und 2.500 EUR netto.

Realistisch ist aber ein höherer Stundensatz. Und in dieser Rechnung sind noch keinerlei Kosten für Keywordrecherche, Überwachung der Fortschritte oder technischen Support enthalten.

Hinzu kommen noch Kosten für die professionellen Tools, mit denen Agenturen arbeiten. Auch diese Kosten müssen anteilig vom Kunden mitgetragen werden.

Eine seriöse SEO-Agentur darf also gar nicht billig sein!

Sie wird dir zudem meist ein individuelles Angebot machen und dabei die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  • Zielsetzung: Was soll erreicht werden? Und in welchem Zeitraum?
  • Marktsituation: Wie stark sind diese Keywords umkämpft?
  • Nische: Wie schwer wird es werden, in dieser Nische Fuß zu fassen (z. B. Backlinks aufzubauen)?

Unter bestimmten Bedingungen (bei kleinen Nischen oder Local SEO) kann es sinnvoll sein, einzelne SEO-Pakete zu buchen.

Zum Beispiel für Keywordrecherche, Linkaufbau, SEO-Texte, SEO-Check einer Website

Woran du eine seriöse SEO-Agentur erkennst (5 Tipps)

Leider gibt es auch unter den Agenturen für Suchmaschinenoptimierung einige schwarze Schafe. Es ist gewiss nicht immer einfach, im Vorfeld zu wissen, wer seriös ist und wer nicht. Hier sind deshalb 5 Tipps, die es dir vielleicht ein bisschen leichter machen. 

Die Agentur, der du dein Vertrauen schenkst, sollte auf jeden Fall die folgenden 5 Kriterien erfüllen:

  1. Referenzen: echte Beispiele für erfolgreiche Projekte, die einer kritischen Prüfung standhalten
  2. Kostenaufstellung: Die Kosten sollten transparent und individuell auf dein Projekt abgestimmt sein.
  3. Klare Vorgehensweise: Sowohl vorher als auch währenddessen solltest du immer den Überblick haben.
  4. Spezialisierung: Um wirklich gut zu sein, darf eine Agentur nicht Dutzende von Dienstleisungen aus verschiedensten Bereichen anbieten.
  5. Ehrliche und offene Kommunikation: Eine gute Agentur wird dein Projekt zu Beginn kritisch prüfen und dir eine ehrliche Einschätzung der Erfolgsaussichten geben (ja, sie wird dich sogar ablehnen, sollte dein Projekt offensichtlich zum Scheitern verurteilt sein).

SEO selbst machen

Wenn du darüber nachdenkst, SEO selbst zu übernehmen, sollten dir dabei zwei Dinge bewusst sein:

a) Das wird sehr viel Zeit und Mühe erfordern. Weil du es erst lernen musst und weil SEO insgesamt Zeit braucht, bis es Erfolg bringt.

b) Gutes kostenloses SEO gibt es nicht! Wenn du alles selbst machst, sparst du zwar theoretisch Geld, musst aber dafür deine Arbeitszeit (auch für Recherche und Einarbeitung) in Rechnung stellen. Alles andere ist unternehmerisch extrem unklug!

Sofern du das aber berücksichtigst, spricht eigentlich nichts dagegen, dass du dich einmal selbst daran versuchst.

Schaue dir dazu Blogs und Video-Tutorials an. Die folgenden Links sind dir dabei garantiert eine Hilfe:

Studiere außerdem erfolgreiche Anwendungsbeispiele.

Wie das geht? Ganz einfach: Google einfach die für dich relevanten Keywords und schaue dir die obersten 3 – 5 Treffer an. 

Mach dir klar: Diese Websites haben ihre Plätze nicht aus Zufall. Ein paar Dinge machen sie definitiv richtig!

Hier noch zwei wichtige Tipps für dein „hausgemachtes“ SEO:

  • Die Platzierung in den Suchergebnisse ist kein Selbstzweck! Es bringt dir nichts, wenn du einfach für irgendwelche beliebigen Keywords weit oben rankst. Es muss sich letztlich in Umsatz auszahlen.
  • Kontrolliere immer wieder deine Ergebnisse (nutze dazu die Google search console) und passe deine Vorgehensweise entsprechend an.

Die neuesten Trends in Sachen SEO

Wenn du SEO selbst machen willst, musst du dir nicht nur Grundlagenwissen verschaffen, sondern dich auch regelmäßig über neue Entwicklungen informieren.

Was die aktuellen Trends sind, kannst du immer gut über SEO Roundtable oder den Google Webmaster Central Blog erfahren.

Wie überall gibt es auch hier langlebige Entwicklungen und kurzfristige Moden, die schnell wieder verebben.

Die Kunst besteht nicht zuletzt darin, das eine möglichst gut vom anderen zu unterscheiden und immer einen Überblick zu behalten.

10. Zusammenfassung

Zunächst mal Glückwunsch an dich! Du hast bis hierher gelesen und damit echt Durchhaltevermögen bewiesen!

Das passt auch ausgezeichnet zu SEO: Denn auch für Suchmaschinenoptimierung braucht man jede Menge Durchhaltevermögen!

Sofern du keine Agentur damit beauftragst, sondern die Sache selbst in die Hand nimmst, ist es ein sehr fordernder Job.

Du kannst dich dabei nie auf deinen Erfolgen ausruhen. Es geht immer wieder weiter, die Spielregeln ändern sich ständig!

Aber wenn du dranbleibst und keine Wunder von heute auf morgen erwartest, kannst du mit SEO einiges ausrichten.

Und wer weiß: Vielleicht macht es dir am Ende sogar ein bisschen Spaß.

Jedenfalls viel Glück mit deinem Projekt!

Schau dir hier unbedingt auch die anderen Beiträge zum Thema SEO an.  

 

 

Published On: Juli 6th, 2021 / Categories: Software /

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